Traditionsmesse in Pasewalk: Überleben in der Krise durch neue Ideen!
Die Traditionsmesse in Pasewalk kämpft um ihr Überleben, inspiriert mit neuen Ideen und ruft zur Unterstützung auf.

Traditionsmesse in Pasewalk: Überleben in der Krise durch neue Ideen!
Die Traditionsmesse in Pasewalk ist im Jahr 2025 auf der Suche nach neuen Perspektiven. Am Samstag eröffnete der Vorsitzende des Leistungsschau-Vereins, Werner Hackbarth, die Veranstaltung, die auf eine 33-jährige Geschichte zurückblickt. In dieser Zeit haben mehr als 3000 Aussteller ihre Produkte präsentiert und schätzungsweise 900.000 Besucher begrüßt. Die letzte Messe zeigte jedoch erhebliche Rückgänge: Die Anzahl der Aussteller fiel von 120 im Vorjahr auf nur noch 82, was vor allem auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die Vorverlegung in die Ferienzeit zurückgeführt wird. Nordkurier berichtet, dass die Messe nun um ihre Existenz kämpft.
Diese Entwicklung ist kein Einzelfall. Weltweit hat die COVID-19-Pandemie die Wirtschaft stark getroffen, insbesondere die Kultur- und Kreativwirtschaft. Laut Statista könnte der wirtschaftliche Schaden für diesen Sektor im ungünstigsten Fall bis zu 28 Milliarden Euro betragen. Veranstaltungen wurden abgesagt, künstlerische Vorhaben verschoben oder ganz gestrichen. Dieser Zustand hat die prekäre Lage vieler Künstler und Kreativer verschärft und zu einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland um 0,1 Prozent geführt.
Gemeinsam stark für die Traditionsveranstaltung
Die Aussteller der Messe betonen die Wichtigkeit der Traditionsveranstaltung und fordern mehr Unterstützung von den Politikern. Detlef Horn, Immobilienmakler, und Dietmar Schulz, Geschäftsführer von Dein Autozentrum Pasewalk, plädieren dringend für eine Fortsetzung dieser Zusammenkunft. Anja Hapke und ihr Team von der Asklepios Klinik Pasewalk boten während der Messe Gesundheitsmessungen an, während Annett Zahn und Susann Mirasch von der Sparkasse Uecker-Randow ihre Verantwortung für die Region unterstrichen und auf ihre langjährige Teilnahme hinwiesen.
Nicole Wetzel von der Strandkorbfabrik Heringsdorf berichtete von positiven Erfahrungen und neuen Aufträgen, die sie von der Messe mitgenommen hat. Auch Frank Medrow von der Darguner Brauerei sieht Potenzial in der Region und hat dort bereits Kunden gewonnen. Bei den Auftritten von Cora und Nik P. war die Stimmung ausgelassen – viele Besucher tanzten und sangen mit. Die nächste Leistungsschau ist für 2026 geplant, jedoch hängt die endgültige Entscheidung von den Ergebnissen dieser Veranstaltung ab.
Die Zukunft der Kultur- und Kreativwirtschaft
Die Herausforderungen, vor denen die Kultur- und Kreativwirtschaft steht, sind nicht zu unterschätzen. Eine aktuelle Studie, die im Auftrag des Ausschusses für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments erstellt wurde, beleuchtet die schwierige Lage dieser Branche. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass es einen systematischen Wandel benötigt, um die KKW in Deutschland und Europa zu retten. Dazu gehören unter anderem die Schaffung eines fairen Arbeitssystems und die Förderung der digitalen Kultur.
Die Vorzeichen sind klar: Die Traditionsmesse in Pasewalk könnte ein Weg sein, um einen Teil dieser wirtschaftlichen Erneuerung einzuleiten. Mit Kreativität und dem richtigen Engagement der Beteiligten kann sie vielleicht auch in Zukunft noch viele Aussteller und Besucher zusammenbringen.