Wangerooge hat eine neue Chefin: Tina Mißmahl als Bürgermeisterin gewählt!

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Tina Mißmahl wird neue Bürgermeisterin von Wangerooge. In der Stichwahl am 31.08.2025 erhielt sie 57 % der Stimmen.

Tina Mißmahl wird neue Bürgermeisterin von Wangerooge. In der Stichwahl am 31.08.2025 erhielt sie 57 % der Stimmen.
Tina Mißmahl wird neue Bürgermeisterin von Wangerooge. In der Stichwahl am 31.08.2025 erhielt sie 57 % der Stimmen.

Wangerooge hat eine neue Chefin: Tina Mißmahl als Bürgermeisterin gewählt!

In einer spannenden Stichwahl hat sich Tina Mißmahl als neue Bürgermeisterin von Wangerooge durchgesetzt. Mit 419 Stimmen, was 56,93 Prozent der Wählerstimmen entspricht, trat sie gegen ihren Herausforderer Sven Janisch an, der 317 Stimmen (43,07 Prozent) erhielt. Insgesamt gaben 742 von 1.093 Wahlberechtigten ihre Stimme ab, was einer Wahlbeteiligung von 67,89 Prozent entspricht. Sechs Stimmzettel waren ungültig. Dies berichtet NDR.

Die neue Bürgermeisterin ist 53 Jahre alt, geboren auf der Insel Wangerooge und Mutter von drei Kindern. Beruflich ist sie als Referentin für Schulausbauplanung im Bremer Senat tätig. 2018 war sie bereits einmal zur Bürgermeisterwahl angetreten, hatte jedoch gegen den damaligen Amtsinhaber Marcel Fangohr verloren. Ihr Sieg ist nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern auch ein Zeichen für die Rückkehr von Stabilität in die Gemeinde, die seit dem Rücktritt Fangohrs im September 2023 ohne hauptamtlichen Bürgermeister war. Die stellvertretende Kurdirektorin Rieka Beewen übernahm in der Zwischenzeit die Amtsgeschäfte.

Ein Blick auf die Umstände der Wahl

Die Bürgermeisterstelle in Wangerooge ist heiß begehrt, und mehr als 580 Menschen hatten sich um die vakante Position beworben. Die großen Parteien SPD, CDU und Grüne schlossen sich zusammen und wählten Sven Janisch, der zuvor Gemeindedirektor in Lauenau war, als gemeinsamen Kandidaten. Interessant ist, dass im ersten Wahlgang am 17. August 2025 keiner der Kandidaten die erforderlichen 50 Prozent der Stimmen erreichen konnte. Mißmahl kam damals auf 34,33 Prozent und Janisch auf 29,77 Prozent, was der allgemeinen Wahlspannung einen zusätzlichen Reiz verlieh. Die Unterstützung der ausgeschiedenen Kandidaten kam ihr in der Stichwahl zugute, was ihren Wahlerfolg maßgeblich beeinflusste.

Der vorherige Bürgermeister hatte auf ein Abwahlverfahren verzichtet, und die geplante Fusion mit der Gemeinde Wangerland zur Administrationserleichterung wurde nicht umgesetzt. Dies hat Wangerooge in den letzten zwei Jahren vor zusätzliche Herausforderungen gestellt, die nun auf der Agenda von Mißmahl stehen. Zu den dringlichsten Themen gehören klamme Finanzen, Wohnungsmangel, der Verlust von Stränden sowie die Verkehrsanbindung. Zudem sieht sie sich dem demografischen Wandel, der Abwanderung und einem Mangel an Fachkräften in der Verwaltung gegenüber.

Herausforderungen und Pläne

Die neue Bürgermeisterin hat bereits ein Tourismus- und Lebensraumkonzept initiiert, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Das Gehalt für die Bürgermeisterstelle beträgt 7.650 Euro brutto, und ein Büro mit Blick auf die Strandpromenade wird sicherlich auch eine besondere Motivation darstellen, die Interessen der Insel und ihrer Bewohner zu vertreten. Mit einem frischen Wind und viel Engagement geht Mißmahl nun daran, Wangerooge in eine positive Zukunft zu führen. Ihre Rückkehr in die politische Arena wird mit Spannung verfolgt, und die Inselbewohnerinnen und -bewohner hoffen auf ein gutes Händchen und innovative Lösungen von ihrer neuen Bürgermeisterin.