Marode Brücke in Wolthusen: Abriss und Neubau ohne Finanzierung!

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Emden plant den Abriss der Wolthuser Brücke wegen Schäden. Finanzierungsfragen und Verkehrssicherheitsmaßnahmen stehen im Fokus.

Emden plant den Abriss der Wolthuser Brücke wegen Schäden. Finanzierungsfragen und Verkehrssicherheitsmaßnahmen stehen im Fokus.
Emden plant den Abriss der Wolthuser Brücke wegen Schäden. Finanzierungsfragen und Verkehrssicherheitsmaßnahmen stehen im Fokus.

Marode Brücke in Wolthusen: Abriss und Neubau ohne Finanzierung!

In der Stadt Emden brodelt es hinter den Kulissen: Die Brücke an der Wolthuser Straße muss einem Neubau weichen. Dies bestätigte Nils Andersson, Betriebsleiter vom Bau- und Entsorgungsbetrieb Emden (BEE). Der Zustand der Brücke ist alles andere als rosig. Bei einer Routineuntersuchung im Sommer entdeckte man, dass die seitlich angebrachten Stahlkonstruktionen erheblich geschädigt sind. Diese Schäden führten zur Sperrung der entsprechenden Bereiche, was auch die Fuß- und Radwege betrifft. Während der Autoverkehr weiterhin ungehindert fließen kann, sind die Seitenwege nun überwiegend gesperrt, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.

Doch die finanziellen Aspekte sorgen für reichlich Stirnrunzeln. Der Haushalt der Stadt Emden sieht aktuell keine Gelder für den Abriss und den Neubau der Brücke vor. Eine daraus resultierende Ungewissheit über die Gesamtkosten schwebt in der Luft. Die Stadt bemüht sich daher um Fördermittel, insbesondere aus dem Bundesprogramm für Infrastrukturinvestitionen, wie emden.de berichtet. Auch Zuschüsse aus dem „Pakt für Kommunalinvestitionen“ aus Niedersachsen könnten dazu beitragen, die notwendigen Mittel zu sichern.

Die Sicherheitslage im Fokus

Besonderes Augenmerk gilt den Schülern der Wolthuser Grundschule. Um ihre Sicherheit zu garantieren, wurde die Brücke zur 30er-Zone erklärt. Massive Zäune wurden errichtet, um die Gefahren während der Bauzeit zu minimieren. Dennoch gibt es Kritik: Der Stadtelternrat hat bereits Bedenken zur Sicherheitslage geäußert und fordert weitere Schutzmaßnahmen für die Kinder sowie andere Verkehrsteilnehmer.

Ab dem 16. Juli 2025 wird es zusätzliche Verkehrssicherungsmaßnahmen an der Brücke geben, die gezielt den Fuß- und Radverkehr betreffen. Wie nwzonline berichtet, bleibt der motorisierte Verkehr jedoch weitestgehend unberührt. Vor Ort werden Schilder auf die Einschränkungen hinweisen, um die Nutzer zu sensibilisieren und zur Vorsicht zu mahnen.

Ausblick auf das Bauvorhaben

Der Neubau der Brücke selbst ist in Gesprächen, die verschiedenen Bauvarianten, darunter Spannbeton- und Stahlbrücken, werden derzeit vom BEE geprüft. Der Abriss der alten brüchigen Brücke wird voraussichtlich mehrere Monate in Anspruch nehmen. Die Stadt hat bereits signalisiert, dass kurzfristige Maßnahmen zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit notwendig sind, unabhängig von den grünen Licht für Fördermittel.

Insgesamt bleibt abzuwarten, wann mit dem Neubau der Brücke begonnen werden kann und welche finanziellen Mittel letztendlich zur Verfügung stehen. Klar ist, dass die Einwohner von Emden noch Geduld aufbringen müssen, während die Verantwortlichen an einer Lösung arbeiten.