Steuersenkung: Diese Hannoveraner Restaurants passen Preise an!
In Hannover senken Restaurants wegen der neuen Mehrwertsteuersenkung Preise für Speisen. Erfahren Sie mehr über die Auswirkungen und Anpassungen.

Steuersenkung: Diese Hannoveraner Restaurants passen Preise an!
In Hannover nutzen einige Gastronomiebetriebe die kürzlich gesenkte Mehrwertsteuer, um ihren Gästen entgegenzukommen. Mit Jahresbeginn 2026 wurde die Steuer für Speisen in der Gastronomie von 19 auf 7 Prozent gesenkt. Dieser Schritt soll die Branche entlasten, die sich nach den schweren Jahren der Corona-Pandemie und den steigenden Kosten noch immer in einer Zwickmühle befindet. In einem Instagram-Post von „Reimanns Eck“ wird die Steuersenkung als ein Dankeschön an die Gäste präsentiert. Besonders erfreulich: Das beliebte Schnitzel vom Strohschwein kostet nun 14,90 Euro statt früher 16,90 Euro.
Restaurants und Cafés zeigen ein unterschiedliches Bild bei der Preisgestaltung. Während Björn Hensoldt von Gastro Trends plant, die Senkung bis Ende Januar weiterzugeben, wagen nicht alle Gastronomen den Schritt, ihre Preise zu senken. Dies liegt unter anderem an steigenden Kosten, die durch den erhöhten Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde entstehen. Wie berichtet wird, bleibt ein Teil der Gastronomie skeptisch und hält die Steuererleichterung für vorübergehend. So gibt es beispielsweise Festlegungen im Zwei-Sterne-Restaurant „Jante“, wo das Sieben-Gänge-Menü von 230 auf 200 Euro gesenkt wird.
Wie gehen die Gastronomen damit um?
Der Einsatz des Steuervorteils ist also nicht einheitlich. Hüseyin Ünlü vom Restaurant „Limmehr“ und Ralph Klemke von „Meiers Lebenslust“ beleidigen sich beispielsweise auf stabilen Preisen, um ihre Stammgäste nicht zu verlieren. Thomas Wohlfeld vom Ein-Sterne-Restaurant „Handwerk“ zeigt sich vorsichtig optimistisch: Er hält momentan die Preise stabil, beobachtet jedoch mit Sorge die steigenden Lieferantenkosten. Philipp Aulich vom „Brauhaus Ernst-August“ hat sich ebenfalls entschieden, die Preise stabil zu halten, auch wenn die gesenkte Mehrwertsteuer eine Entlastung darstellt.
Die Auswirkungen der Steuerreform sind jedoch weitreichender. Der Dehoga weist darauf hin, dass in den letzten Jahren viele Betriebe unter Druck geraten sind: Jedes zehnte Gastronomieunternehmen bedroht die Existenzfrage. Kritiker befürchten, dass vor allem große Ketten von der Senkung profitieren werden, während kleinere Betriebe mit den gestiegenen Kosten kämpfen müssen. Die Steuersenkung könnte daher nicht die erhoffte flächendeckende Entlastung für die Verbraucher bringen. Vielmehr erlaubt sie den Gastronomiebetrieben, ihre finanziellen Mühen etwas zu lindern.
Der Blick in die Zukunft
Ob die Senkung nachhaltig helfen wird, bleibt abzuwarten. Gastronomen müssen die Marktbedingungen genau im Auge behalten, um ihre Entscheidungen zu treffen. Kritiker wie foodwatch warnen, dass vor allem die großen Ketten profitieren könnten und die kleinen, familiengeführten Betriebe leer ausgehen. Die Herausforderung wird sein, die Preisanpassungen so zu gestalten, dass sowohl die Unternehmen als auch die Kunden profitieren.
In der Allgemeinen Meinung der Verbraucher herrscht jedoch ein gewisses Verständnis dafür, dass nicht alle Gastronomen ihre Preise sofort senken können. Schließlich liegen die Auswirkungen der Corona-Pandemie und anderer wirtschaftlicher Faktoren weiterhin schwer auf der Branche. Die Steuersenkung ist ein Schritt, der vielleicht den Unterschied machen könnte, doch die Zukunft bleibt ungewiss.