Gemeinde startet Arbeitskreise: Zukunft der Pflege in Lüneburg sichern!
Am 21. und 28. Januar 2026 beginnen in Lüneburg regionale Arbeitskreise zur Unterstützung der Alters- und Pflegeversorgung.

Gemeinde startet Arbeitskreise: Zukunft der Pflege in Lüneburg sichern!
Die Dringlichkeit, älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben im gewohnten Umfeld zu ermöglichen, rückt im Landkreis Lüneburg immer mehr in den Fokus. Gesponnen um das Leitziel „Länger zuhause leben – selbstbestimmt und aktiv bis ins hohe Alter“ starten im Januar 2026 vier regionale Arbeitskreise in Lüneburg, Bardowick, Neetze und Embsen. Eine Einladung an alle, die im Bereich Alter und Pflege tätig sind, dient dazu, Austausch, Vernetzung und Kooperation anzuregen. Wie Lüne-Blog berichtet, sind dafür die Termine der Arbeitskreise am 21. und 28. Januar festgelegt: In Lüneburg und Bardowick treffen sich die Akteure am 21., während die Runden in Neetze und Embsen eine Woche später stattfinden.
Dr. Inge Voltmann-Hummes, die stellvertretende Landrätin, beschreibt die Pflege als „Herkulesaufgabe“. Dies spiegelt sich in den Zahlen wider: In Lüneburg wohnen etwa 80.000 Personen, von denen jede vierte Person über 65 Jahre alt ist. Prognosen deuten darauf hin, dass in den nächsten 20 Jahren rund 80% der Pflegebedürftigen in ihrer eigenen Wohnung betreut werden – ein großes Anliegen für Städte, Gemeinden und Landkreise. Die Herausforderungen der kommenden Jahre sind klar: Die Unterstützung für Pflegebedürftige muss sichergestellt werden, was eine Vielzahl von Maßnahmen fordert.
Bedarf an starker Vernetzung
Ein essentielles Element bei der Lösung dieser Herausforderungen wird die regionale Konferenz für Alter und Pflege (ReKAP) sein, die die Akteure sinnvoll vernetzen soll. Hierbei wird auch über die Anpassung der Wohnumgebungen und Angebote für ältere Menschen gesprochen, um die Lebensqualität im Alter zu steigern. Neben der Weiterentwicklung der Wohnumgebung sind auch Beratungs-, Informations-, Kultur- und Bewegungsangebote unerlässlich. Zudem muss die medizinische und physiotherapeutische Versorgung im ländlichen Raum verbessert und Mobilität gefördert werden.
Besonders wichtig ist dabei die Integration von digitalen Lösungen und KI in die Langzeitpflege. Forschungsteams beschäftigen sich intensiv mit diesen Themen, um die Herausforderungen des demografischen Wandels zu meistern. Laut Projektträger DLR ist der Bedarf an Pflege- und Betreuungsdiensten in Deutschland aufgrund einer kontinuierlich steigenden Zahl der Hochbetagten und Pflegebedürftigen enorm. Vor allem der Fachkräftemangel verstärkt diese Problematik, doch gleichzeitig ergibt sich auch die Chance, durch digitale Assistenzsysteme den Pflegealltag zu erleichtern und Angehörige zu entlasten.
Weichen für die Zukunft stellen
Für die kommende Zeit wächst die Notwendigkeit, die Rahmenbedingungen im Pflegeberuf zu verbessern und die Attraktivität dieser Branche zu steigern. Ausländische Pflegekräfte gewinnen zunehmend an Bedeutung, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Hier ist die Integration und Unterstützung von ausländischen Fachkräften ein wichtiger Ansatz, der in Zukunft verstärkt verfolgt werden muss. Die Forschung soll nun noch gezielter die Anpassungen der Strukturen der Langzeitpflege an den demografischen Wandel in den Mittelpunkt stellen.
Insgesamt ist klar: Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse älterer Menschen ist ein zentrales Thema, das alle gesellschaftlichen Bereiche betrifft. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, ist ein gemeinsames Engagement der gesamten Gemeinschaft notwendig. Die kommende Informationsveranstaltung des Seniorenbeirats hat bereits Anfang November 2025 mit rund 80 Teilnehmenden eindrucksvoll gezeigt, wie groß das Interesse ist, sich für die Belange älterer Menschen einzusetzen.
Wer an den Arbeitskreisen teilnehmen möchte, kann sich direkt bei Frau Elena Navas Ropero anmelden: Telefon 04131 26 1022 oder per E-Mail an elena.navasropero@landkreis-lueneburg.de. Ein gutes Händchen beim Umgang mit den Herausforderungen des Alters ist gefragt, und jetzt ist die Zeit, aktiv zu werden. Gleichzeitig merkt man deutlich, dass auch die Politik gefordert ist, Lösungen für diese wichtige Thematik zu entwickeln und langfristig umzusetzen.