Bundeswehr stärkt Marine mit neuem Giganten: P-8A Poseidon eingetroffen!
Oldenburg erhält mit der P-8A Poseidon das größte Kampfflugzeug der Bundeswehr, zur U-Boot-Jagd und Überwachung am 05.11.2025.

Bundeswehr stärkt Marine mit neuem Giganten: P-8A Poseidon eingetroffen!
Am 5. November 2025 war es soweit: Die erste von insgesamt acht neuen P-8A Poseidon Seefernaufklärern und U-Boot-Jagdflugzeugen landete am Flughafen Berlin-Brandenburg. Der Empfang war feierlich, mit Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und Vizeadmiral Axel Deertz an der Spitze. Dieser Moment markiert einen bedeutenden Schritt für die deutsche Marine und die Bundeswehr, denn die Poseidon ersetzt die in die Jahre gekommene P-3C Orion, die das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht hat.
Die P-8A Poseidon, die auf der Verkehrsflugzeug Boeing 737 basiert, ist mit einer Länge von knapp 40 Metern und einer Spannweite von 38 Metern das größte Kampfflugzeug der Bundeswehr. Das neue Flaggschiff wird zudem am Fliegerhorst Nordholz im Landkreis Cuxhaven stationiert und spielt eine zentrale Rolle bei der Überwachung der großen Seegebiete, der Ortung und Bekämpfung von U-Booten. Sie arbeitet eng mit britischen Seefernaufklärern zusammen, um den Nordatlantik und die Ostsee zu überwachen und kritische Infrastrukturen zu schützen, wie ndr.de berichtet.
Technologische Innovationen und Fähigkeiten
Doch was macht die P-8A Poseidon so besonders? Sie ist mit modernster Sensorik ausgestattet und verfügt über Kernfähigkeiten in der U-Boot-Bekämpfung. Ausgestattet mit Sonarbojen, dem hochmodernen Mark 54 Torpedo und verschiedenen Radarsystemen, kann sie nicht nur U-Boote aufspüren, sondern auch Seeziele mit Lenkflugkörpern bekämpfen. Diese Informationen übermittelt sie in nahezu Echtzeit, was eine rasche Reaktionsmöglichkeit schafft, erklärt esut.de.
Zusätzlich beinhaltet das Sensorsystem die Akustikverarbeitung sowie Radarfunktionen mit inverser synthetischer Apertur (ISAR) und synthetischer Apertur (SAR). Diese fortschrittlichen Technologien erlauben auch optische Aufklärungen mit hochauflösenden Kameras und Infrarotsensorik. Somit wird die P-8A Poseidon nicht nur zu einem Überwachungs-, sondern auch zu einem Rettungshubschrauber in See- und Überlandgebieten.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bestellung der P-8A Poseidon ist Teil eines umfassenden Plans der Bundeswehr, der bereits 2021 ins Leben gerufen wurde und bis 2028 laufen soll. Insgesamt wird Deutschland acht dieser modernen Flugzeuge beschaffen, mit einer letzten Lieferung im Jahr 2023. Die Bundeswehr hat bereits den ersten Seefernaufklärer P-8A von Boeing in Seattle übernommen, was die Kooperation mit den USA unter dem Programm für „Foreign Military Sales“ verdeutlicht, so berichtet theaviationist.com.
Doch die P-8A Poseidon ist nicht die endgültige Lösung. Sie wird nur bis zur Indienststellung des deutsch-französischen Nachfolgewaffensystems Maritime Airborne Warfare System (MAWS) im Jahr 2035 eingesetzt. Dennoch trägt sie maßgeblich zur Stärkung der Einsatzfähigkeit der Bundeswehr und der NATO-Zusammenarbeit bei, besonders angesichts der komplexen sicherheitspolitischen Lage in Europa.
Darüber hinaus plant die Bundeswehr zusammen mit den Niederlanden die Anschaffung von 222 Radpanzern im Wert von drei Milliarden Euro. Die Weichen für eine moderne, schlagkräftige Truppe sind gestellt, und mit der P-8A Poseidon stehen den Marinefliegern innovative Technologien zur Verfügung, die sie sowohl im nationalen als auch im internationalen Kontext benötigt.