VfL Oldenburg: Neues Schutzkonzept für Kinder gegen Gewalt im Sport!

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Der VfL Oldenburg führt ein neues Jugendschutzkonzept ein, um Kinder und Jugendliche vor sexualisierter Gewalt im Sport zu schützen.

Der VfL Oldenburg führt ein neues Jugendschutzkonzept ein, um Kinder und Jugendliche vor sexualisierter Gewalt im Sport zu schützen.
Der VfL Oldenburg führt ein neues Jugendschutzkonzept ein, um Kinder und Jugendliche vor sexualisierter Gewalt im Sport zu schützen.

VfL Oldenburg: Neues Schutzkonzept für Kinder gegen Gewalt im Sport!

In Oldenburg sorgt der VfL Oldenburg mit einem neuen Schutzkonzept für Kinder und Jugendliche für Aufsehen. Angesichts von jüngsten Vorwürfen gegen einen Jugendtrainer, der einen Zehnjährigen beleidigt haben soll, hat der Verein die Initiative „Verein(t) zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport – AUSGEZEICHNET!“ ins Leben gerufen. Laut NWZ online wird dieses Präventionsprogramm unterstützend vom Landessportbund Niedersachsen begleitet.

Das Konzept umfasst insgesamt acht Bausteine, die darauf abzielen, ein sicheres Umfeld für junge Sportler:innen zu schaffen. Dazu zählen unter anderem die Schulung von Vertrauenspersonen, die Entwicklung von Verhaltensregeln sowie klare Vorgehensweisen bei Verdachtsfällen. Dies ist besonders wichtig, da seit 2020 in Deutschland bereits mindestens 37 strafrechtliche Ermittlungsverfahren gegen Jugendtrainer wegen Gewaltdelikten eingeleitet wurden, betroffen sind mindestens 130 Jungen und Mädchen. Die Vorwürfe reichen von Beleidigungen bis hin zu schwerwiegenderen Vorfällen, die einen dringenden Handlungsbedarf verdeutlichen.

Ein ganzheitlicher Ansatz zur Prävention

Um nachhaltigen Schutz zu gewährleisten, setzt der VfL Oldenburg auf die Anwendung des „Safe Sport Code“ und verlangt erweiterte Führungszeugnisse von allen Personen, die im Kinder- und Jugendbereich tätig sind. Ergänzend dazu werden Verhaltensregeln für den Umgang mit Kindern und Jugendlichen in der Sporteinrichtung umgesetzt. Diese Maßnahmen stehen nicht nur im Einklang mit den neuen Anforderungen des reformierten SGB VIII, das seit 2021 verstärkt auf Schutzkonzepte abzielt, wie auch der Paritätische berichtet.

Das Konzept wird dynamisch weiterentwickelt und in regelmäßigen Abständen überprüft. Denn es ist entscheidend, dass alle Mitarbeitenden sowie die Kinder und Jugendlichen aktiv in die Entwicklung dieser Schutzkonzepte einbezogen werden. Der Satz „Unwissenheit macht Angst – Wissen macht stark“ findet in diesem Kontext besondere Bedeutung.

Betreuung und Unterstützung für alle Beteiligten

Zur Stärkung des Schutzsystems plant der Verein, Unterstützungsangebote wie eine Beratung durch den Stadtsportbund oder den Präventionsrat einzubinden. Vertrauenspersonen werden in speziellen Beratungstandes geschult, um frühzeitig Risiken zu erkennen und den Betroffenen Unterstützung zu bieten. Dies zeigt sich auch in bundesweiten Initiativen, wie dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bekannt gibt: Projekte wie „Trau dich!“ oder „Schule gegen sexuelle Gewalt“ fördern die Aufklärung und Unterstützung im Bereich sexueller Übergriffe. Hier wird Wert auf Weiterbildung für Fachkräfte und Sensibilisierung für die Rechte von Kindern gelegt, so die Informationen von BMBF.

Der VfL Oldenburg demonstriert mit seinem umfassenden Jugendschutzkonzept, dass der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Sport höchste Priorität hat. Umso wichtiger ist es, dass die Maßnahmen kontinuierlich evaluiert und an die sich stetig wandelnden Anforderungen angepasst werden.