Geflügelpest: Stallpflicht und kein Ende der Bedrohung in Brandenburg!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

In Vechta und Umgebung führt die Vogelgrippe zur Stallpflicht für Geflügelhalter. Wichtige Maßnahmen zum Schutz und zur Eindämmung.

In Vechta und Umgebung führt die Vogelgrippe zur Stallpflicht für Geflügelhalter. Wichtige Maßnahmen zum Schutz und zur Eindämmung.
In Vechta und Umgebung führt die Vogelgrippe zur Stallpflicht für Geflügelhalter. Wichtige Maßnahmen zum Schutz und zur Eindämmung.

Geflügelpest: Stallpflicht und kein Ende der Bedrohung in Brandenburg!

In den letzten Tagen hat die Vogelgrippe in mehreren Landkreisen Deutschlands erneut für Alarm gesorgt. Dabei stoßen die Geflügelhalter auf erhebliche Herausforderungen, die sich nicht nur auf die Tierhaltung, sondern auch auf die Versorgungssicherheit auswirken könnten. Erfreulicherweise sind private Halter zunächst nicht betroffen, jedoch werden gewerbliche Geflügelhaltungen, insbesondere im Landkreis Märkisch-Oderland, dazu aufgefordert, ihre Tiere in geschlossenen Ställen zu halten. Diese Maßnahme ist eine Reaktion auf die Entdeckung von infizierten Wildvögeln in der Region, die die Gesundheitsbehörden zum Handeln zwingt. Wie topagrar.com beschreibt, müssen die Tiere unter geeigneten Vorrichtungen gehalten werden, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu vermeiden.

Die Situation spitzt sich weiter zu, da auch im Landkreis Oberhavel eine Stallpflicht für alle Geflügelhalter ab sofort in Kraft trat. Dies zeigt, dass die Gefahr nicht nur lokal, sondern landesweit besteht. Im Landkreis Spree-Neiße und der Stadt Cottbus wird auch am Mittwoch die Stallpflicht eingeführt, was verdeutlicht, dass die Behörden rigoros gegen die Bedrohung durch die Vogelgrippe vorgehen müssen. Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich im Landkreis Teltow-Fläming ab, wo auch bald entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.

Umfangreiche Tötungsaktionen und ein Hilferuf der Branche

Angesichts der drastischen Situation haben die Geflügelhalter Panik geschoben, und mehr als 200.000 Hühner, Gänse, Enten und Puten mussten bereits wegen der Vogelgrippe getötet werden, wie tagesschau.de berichtet. Georg Heitlinger vom baden-württembergischen Landesverband der Geflügelwirtschaft betont, wie wichtig es ist, Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Ein Hilferuf der Branche, die eine bundesweite Stallpflicht fordert, ist unüberhörbar.

Die Sorgen um mögliche Versorgungsengpässe bei Eiern und Geflügelfleisch sind berechtigt. Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft warnt vor einer angespannten Lage, die möglicherweise durch die massiven Tötungsaktionen noch verschärft wird. Dennoch gibt ZDG-Präsident Hans-Peter Goldnick Entwarnung: Er glaubt nicht an plötzlich stark ansteigende Preise für Geflügelprodukte, obwohl die Händler auf die aktuellen Entwicklungen reagieren müssen. Der Großteil der in Deutschland verkauften Gänse stammt sogar aus dem Import, was die heimische Geflügelproduktion in ein anderes Licht rückt.

Herausforderung für die Tierhaltung und Debatten um Lösungen

Die Lage wird als “bedrückend” geschildert, sowohl für die Tierhalter als auch für die Helfer, die das Töten der infizierten Tiere durchführen müssen. Diese belastet nicht nur physisch, sondern auch psychisch, denn viele Kraniche und andere Wildvögel sind betroffen. Das Friedrich-Loeffler-Institut schätzt, dass die Vogelgrippe in diesem Herbst ein beispielloses Ausmaß angenommen hat, und die Risikoeinschätzung wurde entsprechend hochgestuft. Wie mdr.de berichtet, ist die Einschätzung der Situation für die Branche indes wohlwollend: trotz der massenhaften Tötungen erwartet man keine stärkeren Preisschwankungen. Aber der Blick richtet sich auf die kommenden Wochen, vor allem mit Blick auf die bevorstehende Schlachtsaison, die traditionell vor dem Martinstag beginnt.

Inmitten dieser Herausforderungen wird auch die Frage nach Impfstrategien und Anpassungen im Tierseuchenrecht laut. Angesichts der weitreichenden und anhaltenden Probleme wird die Diskussion über Lösungsmöglichkeiten relevanter denn je, denn mit jeder Maßnahme, die nun ergriffen wird, steht der Schutz unserer heimischen Tiere und die Sicherung der Versorgung auf dem Spiel.