Innovative App schützt Senioren vor Betrug – Hochschule Hildesheim zieht Bilanz!

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Studierende aus Hildesheim entwickeln eine App, um Senioren vor Betrug zu schützen. Ziel ist die Aufklärung und Prävention.

Studierende aus Hildesheim entwickeln eine App, um Senioren vor Betrug zu schützen. Ziel ist die Aufklärung und Prävention.
Studierende aus Hildesheim entwickeln eine App, um Senioren vor Betrug zu schützen. Ziel ist die Aufklärung und Prävention.

Innovative App schützt Senioren vor Betrug – Hochschule Hildesheim zieht Bilanz!

Es ist ein Thema, das viele älterer Menschen betrifft: Trickbetrug. Besonders skrupellose Maschen wie der Enkeltrick nehmen immer mehr zu, und die Angst unter den Senioren wächst. In Bockenem hat Wilhelm Himmler persönlich erfahren, wie viel Schaden Betrüger anrichten können. Ein Bekannter von ihm verlor ganze 55.000 Euro an Gauner. Um gegen diese Risiken vorzugehen, haben Studierende der Universität Hildesheim eine innovative Lösung entwickelt: die App “Betrugsradar+”.

Diese App ist nicht nur ein weiteres Technik-Gadget; sie soll älteren Menschen wirkliche Unterstützung bieten. Durch Echtzeit-Warnungen und verständliche Tipps sollen Nutzer aufmerksam gemacht werden, bevor es zu spät ist. In einem Workshop haben bereits 20 Senioren aktiv an der Gestaltung der App mitgewirkt. Die Idee ist es, mit Hilfe von Abgleichungen mit dem Handy-Adressbuch und verschiedenen Datenbanken verdächtige Anrufe zu identifizieren und dann durch Pop-up-Warnungen darauf hinzuweisen.

Prevention durch Aufklärung

Was aber genau sind diese Betrugsmaschen, die oft gezielt auf ältere Menschen abzielen? Laut Pflegehilfe gibt es verschiedene Tricks, um das Vertrauen von Senioren zu gewinnen. Ein Klassiker ist der Enkeltrick, bei dem sich Betrüger als Enkel ausgeben und um Geld bitten, meist für dringende Zwecke. Ähnlich perfide sind Kaffeefahrten, bei denen Senioren zu Verkaufsveranstaltungen gelockt werden. Hier wird oft mit überteuerten Produkten Druck auf die älteren Menschen ausgeübt, was viele in eine schwierige Lage bringt. Weitere verbreitete Methoden sind falsche Polizisten oder Gewinnspielbetrug.

Die Studiengruppe rund um Johanna Götz und Mareike Weisheit hat erkannt, wie wichtig es ist, die ältere Generation für diese Gefahren zu sensibilisieren. Gespräche mit Senioren haben gezeigt, dass neben der Angst vor Betrug auch Scham und Einsamkeit weit verbreitet sind. Diese emotionalen Aspekte können oft dazu führen, dass Betroffene vor einem Hilferuf zurückschrecken.

Gemeinschaftliche Verantwortung

Der Hauptkommissar Falk Blickwede von der Polizei in Hildesheim unterstützt das Projekt und betont, wie wichtig es ist, dass die Polizei bei der Entwicklung der App hilft. Sie können wichtige Informationen über aktuelle Betrugsmaschen bereitstellen, die dann als Push-Mitteilungen an die App-Nutzer verteilt werden. Zwar steht die Finanzierung der Anwendung noch auf der Kippe—Gespräche mit verschiedenen Kommunen in Niedersachsen sind im Gang—aber die Notwendigkeit einer solchen Lösung ist unbestreitbar.

Mit der “Betrugsradar+”-App setzen die Studierenden ein Zeichen, dass man nicht allein gegen Betrüger kämpfen muss. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, in Zeiten, in denen das Vertrauen in Behörden von den Gaunern gezielt ausgenutzt wird. Der Mut und die Initiative, sich mit diesem ernsten Thema auseinanderzusetzen, zeigen, dass es gemeinschaftliche Anstrengungen braucht, um Senioren zu schützen. Umso mehr braucht es auch das Bewusstsein aller, diese Themen zu besprechen und sich gegenseitig zu unterstützen.

Schutz beginnt mit Information. Missverständnisse und Unkenntnis machen es den Gaunern leicht. Daher ist es unerlässlich, als Gesellschaft zusammenzustehen, um diese wertvolle, aber verwundbare Generation zu unterstützen und zu schützen.