Polarlichter erhellen den Himmel: Spektakel über Schleswig-Holstein!
Polarlichter erleuchten Kiel am 20. Januar 2026 aufgrund eines starken Sonnensturms. Tipps zur Beobachtung und Fotografie.

Polarlichter erhellen den Himmel: Spektakel über Schleswig-Holstein!
In der Nacht zu Dienstag, dem 20. Januar 2026, erstrahlten Polarlichter über Schleswig-Holstein und zogen das Interesse vieler Himmelsbeobachter an. Die Ursache für dieses spektakuläre Schauspiel war ein starker geomagnetischer Sonnensturm, der die zweithöchste Stufe G4 erreichte und damit der stärkste Sonnensturm der letzten 20 Jahre war. Wie kn-online berichtet, waren die farbenfrohen Lichter bis in die Alpen sichtbar und sorgten in vielen Gebieten, auch in großen Städten wie Hamburg, für ein einzigartiges Lichtspiel am Nachthimmel.
Dieser außergewöhnliche Sonnensturm hatte nicht nur die Polarlichter zur Folge: Auch der Flugverkehr und Satelliten waren betroffen. So berichtete die US-Atmosphärenbehörde NOAA von möglichen GPS-Ausfällen, was eindrucksvoll zeigt, wie stark die Naturgewalten unser modernes Leben beeinflussen können. Marco Ludwig von der Sternwarte Neumünster betonte, dass Schleswig-Holstein „mittendrin in der Aurora“ war und somit ideale Bedingungen für die Beobachtung bot.
Pole Position für Polarlichter
Die Sichtbarkeiten der Polarlichter waren in ländlichen Regionen besonders gut. Aber auch in Städten, wo man oft im Lichtermeer untergeht, konnten die bunten Lichter beobachtet werden. Laut ndr.de entstanden zahlreiche beeindruckende Fotos in Norderney, Flensburg, Schwerin und Hamburg, während das Wetter oftmals klare Sicht bot. Experten gehen davon aus, dass auch in der Nacht zu Mittwoch, dem 21. Januar, weitere Sichtungen möglich sind.
Schleswig-Holstein ist übrigens bekannt dafür, dass Polarlichter in langen Winternächten häufiger zu sehen sind. Dies ist auf die hohe Sonnenaktivität zurückzuführen, die in diesem Winter 2026 weiterhin hoch bleiben soll. Sichtbedingungen sind jedoch auch abhängig vom interplanetaren Magnetfeld und der Dunkelheit des Himmels; die besten Aussichten hat man an Orten fernab von Stadtlichtern und mit Blick nach Norden.
Die Farben der Aurora
Aber wie entstehen diese faszinierenden Lichter überhaupt? Wenn die Sonne Elektronen und Teilchen auf die Erde schleudert, gelangen sie in die obere Erdatmosphäre und kollidieren dort mit Sauerstoff- und Stickstoffteilchen. Diese Kollisionen erzeugen das Licht, wobei die Farbe von der Art des Atoms und der Höhe der Kollision abhängt. Häufig zeigt sich eine grüne oder rote Färbung, die die Nacht in eine lebendige Farbenpracht verwandelt.
Für all jene, die es auf die Fotografie abgesehen haben, gibt es einige hilfreiche Tipps: Der manuelle Modus der Kamera ist unverzichtbar; lange Belichtungszeiten und offene Blende erhöhen die Chance auf gelungene Aufnahmen. Ein Stativ sorgt für Stabilität und ein Weitwinkelobjektiv kann helfen, das gesamte Prachtbild einzufangen. Der ISO-Wert sollte zwischen 1200 und 1600 liegen, und man sollte den Fokus auf einen hellen Stern setzen. Das Fotografieren im Raw-Format ermöglicht eine bessere Nachbearbeitung, und es wird empfohlen, auf Blitz zu verzichten.
Der gegenwärtige Moment ist nicht nur ein Ereignis für Abenteuerlustige, sondern auch ein faszinierendes Spektakel für alle, die einen Blick in die Wunder des Universums werfen möchten. Bleiben Sie dran, denn die nächsten Nächte könnten weitere Überraschungen bringen, wenn die Polarlichter erneut unser Himmelszelt erhellen. Laut tagesschau.de sind die Chancen dafür durchaus gegeben – ein guter Grund, den eigenen Platz unter dem Sternenhimmel zu finden und vielleicht das eine oder andere Foto zu machen!