Das Ende einer Ära: VW Touran verlässt die Wolfsburger Straßen!

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Volkswagen beendet die Produktion des Touran in Wolfsburg. Ein Rückblick auf das erfolgreiche Projekt „5000 mal 5000“.

Volkswagen beendet die Produktion des Touran in Wolfsburg. Ein Rückblick auf das erfolgreiche Projekt „5000 mal 5000“.
Volkswagen beendet die Produktion des Touran in Wolfsburg. Ein Rückblick auf das erfolgreiche Projekt „5000 mal 5000“.

Das Ende einer Ära: VW Touran verlässt die Wolfsburger Straßen!

Der VW Touran, ein vertrauter Anblick auf den Straßen Wolfsburgs, steht am Ende seiner Reise. Volkswagen hat offiziell bestätigt, dass die Produktion des beliebten Familien-Vans im April 2026 eingestellt wird, was das Ende einer Ära markiert. Für viele in der Region war der Touran nicht nur ein Auto, sondern ein Symbol des Erfolgs und eine Stütze der lokalen Wirtschaft. Laut WAZ Online [WAZ Online] ist die aktuelle Nachfrage nach dem Touran stark gesunken, mit nur etwa 20.000 Einheiten in diesem Jahr, während in den besten Jahren über 180.000 Fahrzeuge pro Jahr gefertigt wurden.

Der Touran war nie allein; er war Teil des ehrgeizigen Projekts „5000 mal 5000“, das um die Jahrtausendwende ins Leben gerufen wurde. Die Idee war einfach: 5000 Arbeitslose einstellen und ihnen die Möglichkeit geben, in der Automobilproduktion Fuß zu fassen. In einer Zeit, als die Arbeitslosigkeit in Deutschland bei etwa 10 Prozent lag, erlebte Wolfsburg mit dem Projekt eine Renaissance auf dem Arbeitsmarkt. 2001 startete die Produktion bei der zur Volkswagen AG gehörenden Auto 5000 GmbH, und die ersten 120 Mitarbeiter wurden eingestellt, um die notwendige Qualifizierung zu durchlaufen. „Das Projekt hat uns gezeigt, dass wir mit Mut und innovativen Konzepten auch in schwierigen Zeiten etwas bewirken können“, sagt Bernd Osterloh, der von 2005 bis 2021 Betriebsratsvorsitzender war und eine entscheidende Rolle spielte. Daniela Cavallo, eine weitere Schlüsselfigur, die seit 2002 im Betriebsrat sitzt, betont die Bedeutung solcher Projekte für die Region.

Erfolgreiches Konzept

Das „5000 mal 5000“-Projekt war nicht nur eine arbeitsmarktpolitische Maßnahme, sondern auch eine Erfolgsgeschichte für Volkswagen. In den Hochzeiten gab es bis zu 4000 Beschäftigte bei Auto 5000. Diese Mitarbeiter waren nicht nur Teil des Touran-Baus, sondern erhielten auch eine umfassende Ausbildung in Bereichen wie EDV, Steuerungstechnik und Kommunikation. Neue Technologien, wie ein verbessertes Beschichtungsverfahren und moderne Laserschweiß-Technik, wurden eingeführt, um konkurrenzfähig zu bleiben. So verließen täglich fünf bis sechs Fahrzeuge die Produktionshallen, bis die etablierte Fertigung fast 800 bis 1000 Autos pro Tag erreichte [Auto Bild].

Mit dem Touran als Flaggschiff wurde auf eine flexible und kosteneffiziente Produktion gesetzt. Fast 2,3 Millionen Einheiten wurden seit 2002 im Stammwerk gefertigt, was das Fahrzeug zur Erfolgsstory der Region machte. Auch wenn die Produktion jetzt ausläuft, bleibt die Frage: Was passiert nun mit der Arbeitskraft und den Fähigkeiten der ehemaligen Touran-Mitarbeiter? Es bleibt abzuwarten, wie VW die Region weiter unterstützen wird.

Ein Blick in die Zukunft

Die Entscheidung, die Produktion des Touran zu beenden, ist Teil eines größeren Wandels innerhalb des Unternehmens. Vorstandsboss Oliver Blume hat betont, dass sich die Modellpaletten weiterentwickeln müssen, und neue, moderne Fahrzeuge in den Fokus rücken. Die Zeit, in der der Touran die Straßen dominierte, ist vorbei, aber sein Erbe bleibt. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig der Touran für Wolfsburg war, mehr noch als nur ein einfaches Auto.

Der Übergang von der Touran-Produktion hin zu neuen Fahrzeugen wird für die Volkswagen AG entscheidend sein, um weiterhin auf dem Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Stadt Wolfsburg wird sich darauf einstellen müssen, dass Veränderungen anstehen und neue Chancen entstehen, während sie gleichzeitig die Erinnerung an den Touran und seine Bedeutung für die lokale Gemeinschaft bewahrt.