Kaffee wird zum Luxusgut: Preiserhöhung trifft Kieler Kaffeeliebhaber!
Kiel steht vor der OB-Wahl, während Kaffeepreise steigen und Vonovia einem Betrugsvorwurf ausgesetzt ist. Aktuelle Entwicklungen.

Kaffee wird zum Luxusgut: Preiserhöhung trifft Kieler Kaffeeliebhaber!
In Norddeutschland wird Kaffee mehr und mehr zum Luxusgut. Die Kieler Traditionsrösterei Heyck zahlt aktuell den zweieinhalbfachen Preis für Rohkaffee im Vergleich zum Frühjahr 2024. Gründe hierfür sind unter anderem schlechte Ernten, die durch den Klimawandel bedingt sind, sowie eine gestiegene Nachfrage aus Asien, insbesondere aus Indien und China. Als Folge dieser Entwicklungen sehen sich viele Kieler Händler gezwungen, die Kaffeepreise zu erhöhen, was auch auf die globalen Kaffeepreiserhöhungen zurückzuführen ist. Laut Tagesschau sind die Kaffeepreise auf dem höchsten Stand seit 50 Jahren und zukünftig sind weitere Preiserhöhungen zu erwarten. Die Kombination aus extremen Wetterverhältnissen und steigenden Logistikkosten verschärft die Lage zusätzlich.
Mit einer Vielzahl an Anbauländern wie Brasilien und Vietnam, die für über 90 % des globalen Kaffeevolumens verantwortlich sind, wird die Situation noch prekärer. Ungewöhnliche Wetterbedingungen, wie die jüngsten Dürreperioden in Brasilien und die Verwüstung durch schwere Überflutungen in Vietnam, haben die Ernte stark beeinträchtigt. Diese Entwicklungen wirken sich nicht nur auf die Preisgestaltung im Einzelhandel aus, sondern auch auf die Kaffeeröster und Plantagenbesitzer, die nun alle mit höheren Kosten kämpfen müssen.
Politische Entscheidungen und Bürgerangelegenheiten
Am 16. November steht in Kiel die Wahl eines neuen Oberbürgermeisters an. Das Kandidatenfeld ist vielfältig: Ulf Daude wurde von der SPD nominiert und setzt auf Themen wie den Zusammenhalt der Kieler Bevölkerung, Investitionen in Bildungseinrichtungen sowie die Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen. Er bringt als aktueller Schulleiter der Gemeinschaftsschule am Brook in Gaarden viel Erfahrung in die Wahl mit. Gleichzeitig wurde Samet Yilmaz von den GRÜNEN aufgestellt. Der Referatsleiter im Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein verfolgt ebenfalls das Ziel, Brücken zwischen den Stadtteilen zu bauen, hat aber bislang keine konkreten Projekte präsentierte. Die Wähler können sich auf eine ungewisse Stichwahl am 7. Dezember einstellen, da kein klarer Favorit am Horizont sichtbar ist, wie Kiel Kontrovers berichtet.
Parallel zu den Wahlen gibt es besorgniserregende Entwicklungen in der Wohnsituation der Kieler Bürger. Ein Mieter hat jüngst Betrugsvorwürfe gegen das Wohnungsunternehmen Vonovia erhoben. Er wirft dem Unternehmen vor, Betriebskosten ohne die entsprechende Erbringung von Leistungen abzurechnen, was die Staatsanwaltschaft Kiel derzeit prüft. Hier stehen insbesondere die Gartenpflege und die Instandhaltung von Spielflächen im Fokus.
Kommerzielle Herausforderungen in Kiel
Zusätzlich beschäftigt die Kieler Stadt das Schicksal des „Reiseshops“, der aufgrund von „Beratungsklau“ seine Türen bis Ende Januar schließen muss. Kunden kaufen nach dem Beratungsgespräch im Geschäft oft online günstiger ein, was zu erheblichen finanziellen Einbußen für den Reiseshop führt. Aktuell läuft ein Räumungsverkauf mit Schnäppchen von bis zu 50 % Rabatt.
Einen weiteren Grund zur Sorge gibt es in Form einer bevorstehenden Bombenentschärfung. Ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg wird am Samstag, dem 15. November, in Suchsdorf entschärft. Rund 1740 Anwohner müssen dafür vorübergehend ihre Wohnungen zahlen. Auch werden die B76 und die Zugstrecke zwischen Kiel und Eckernförde gesperrt, was die Situation in lokale Verkehrsangelegenheiten noch einmal zusätzlich kompliziert.
In der Kieler Gemeinschaft bleibt also einiges auf der Agenda, und die kommenden Tage könnten entscheidend für die weitere Entwicklung der Stadt sein – nicht nur im Hinblick auf die Wahl, sondern auch hinsichtlich der wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen.