Neues Labor in Hamburg: Forschungsbau für Kosmologie und Teilchenphysik!

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Im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld entsteht das Hafun-Labor für Teilchenphysik, das 2029 fertiggestellt wird.

Im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld entsteht das Hafun-Labor für Teilchenphysik, das 2029 fertiggestellt wird.
Im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld entsteht das Hafun-Labor für Teilchenphysik, das 2029 fertiggestellt wird.

Neues Labor in Hamburg: Forschungsbau für Kosmologie und Teilchenphysik!

Im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld tut sich Spannendes: Der Bau des Hamburg Fundamental Interactions Laboratory, kurz Hafun, ist offiziell gestartet. Am 19. Januar 2026 fiel der erste Spatenstich, der von hochrangigen Vertretern aus Wissenschaft und Politik gefeiert wurde. Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal, Finanzsenator Dr. Andreas Dressel, Universitätspräsident Prof. Dr. Hauke Heekeren und weitere prominente Gäste gaben dem Projekt den Hauch einer feierlichen Eröffnung. Ziel des Hafun ist es, die Forschung in der Teilchenphysik und Kosmologie auf ein neues Level zu bringen, indem Instrumente bereitgestellt werden, die sich um spezifische Messungen von Teilchen und Prozessen im frühen Universum kümmern.

Das geplante Gebäude wird ein wahres Meisterwerk werden: Es erstreckt sich über eine Bruttogrundfläche von 19.000 Quadratmetern und umfasst insgesamt sieben Geschosse, davon drei unterirdisch. Die Gestaltung des Hafun wird durch helle Fassaden, ein transparentes Erdgeschoss und eine begrünte Dachfläche gekennzeichnet. Die Architekten legen besonderen Wert darauf, dass das Gebäude nicht nur als Forschungsstätte dient, sondern auch als ein einladender Ort für die öffentliche Interaktion.

Bau und Technologie im Fokus

Ein besonderes Highlight des Hafun wird das neungeschossige Präzisionspendel sein, das auf einem luftgefederten Tisch zum Einsatz kommt, um präzise Messungen in der Gravitationsphysik durchzuführen. Aber das ist noch lange nicht alles: In den tiefen Speziallaboren werden Gravity-Labore eingerichtet, die sich auf Gravitationswellenforschung und kosmische Strahlung konzentrieren. Sensoren im gesamten Gebäude erfassen Vibrationen sowie Temperatur- und Luftdruckschwankungen, was eine hochpräzise Datensammlung ermöglicht. Universitätspräsident Hauke Heekeren erklärte stolz, dass das Gebäude selbst zum Messinstrument werden soll, ein Konzept, das in der Wissenschaft noch nicht oft zu finden ist.

Mit etwa 200 Wissenschaftlern, die an dem Projekt beteiligt sind und dem interdisziplinären Ansatz, in dem der Exzellenzcluster Quantum Universe sowie der Fachbereich Physik mit der MIN-Fakultät der Universität Hamburg zusammenarbeiten, wird ein echter Wissens-Hub geschaffen, der auch die Entwicklung von KI-Methoden in die Forschung einbindet. Das Hafun wird damit zum Herzstück in der Untersuchung von Dunkler Materie und den Eigenschaften des Higgs-Bosons. Die Welt berichtet über die zahlreichen Möglichkeiten, die dieses Forschungszentrum bietet.

Wachstum für die Science City Hamburg-Bahrenfeld

Dieser Neubau ist nicht nur ein Fortschritt für die Forschung, sondern auch ein signifikanter Teil der langfristigen Entwicklung der Science City Hamburg-Bahrenfeld, die sich auf beeindruckenden 125 Hektar entfaltet. Ursprünglich waren die Baukosten auf 184 Millionen Euro geschätzt, inzwischen sind sie auf etwa 247 Millionen Euro gestiegen. Ein Teil der Kosten wird durch Bund und Stadt gedeckt, wobei letzterer den größeren Anteil trägt. Verantwortlich für den Bau zeichnet die Sprinkenhof GmbH, die das Projekt im Mieter-Vermieter-Modell umsetzt. Die Universität Hamburg hebt hervor, dass die Fertigstellung des Hafun für Ende 2029 angestrebt wird.

Durch die strategische Vernetzung mit bestehenden Physikgebäuden und dem DESY (Deutsches Elektronen-Synchrotron) wird das Hafun ein Knotenpunkt für innovative Forschungsansätze, der Wissenschaftler:innen aus verschiedenen Disziplinen zusammenbringt. Und wer neugierig ist, kann den Fortschritt ganz bequem über eine Baustellenkamera verfolgen.

Alles in allem steht die Hamburger Wissenschaftslandschaft vor einer spannenden Zukunft, in der das Hafun eine zentrale Rolle spielen wird. Ein deutlicher Schritt nach vorne – da liegt was an!