Vogelgrippe-Alarm: Über 525.000 Tiere getötet – Bundesländer betroffen!
Die Vogelgrippe breitet sich in Deutschland aus, betrifft zehn Bundesländer, insbesondere Mecklenburg-Vorpommern, mit massiven Tierverlusten.

Vogelgrippe-Alarm: Über 525.000 Tiere getötet – Bundesländer betroffen!
Die Vogelgrippe ist zurück und breitet sich in Deutschland besorgniserregend aus. In zehn Bundesländern wurden bereits 48 Ausbrüche registriert, seit Anfang September sind mehr als 525.000 Tiere wegen der aggressiven Virusvariante H5N1 getötet worden. Vor allem in Niedersachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind die Auswirkungen deutlich zu spüren. Die Lage ist so ernst, dass in zahlreichen Landkreisen Stallpflicht für Geflügel angeordnet wurde, um den Kontakt zwischen Haus- und Wildvögeln zu verhindern. Deutschlandfunk berichtet, dass in Brandenburg ein massives Massensterben unter Kranichen zu verzeichnen ist, wo mehrere tausend Tiere verendet sind.
Was bedeutet das für die Geflügelindustrie? Die derzeitige Situation bedeutet eine immense Herausforderung für Landwirte und Betriebe. Die Schutzimpfung von Geflügel gegen die Vogelgrippe bleibt in Europa weiterhin verboten, um unerkannte Virusausbreitungen zu verhindern. Maßnahmen zur Bekämpfung der Tierseuchen bestehen primär aus frühzeitiger Erkennung erkrankter Tiere und dem schnellen Töten betroffener Bestände. Universeller wird das aggressive H5N1-Virus mittlerweile bei Wildvögeln nachgewiesen, was die ohnehin angespannte Lage weiter verschärft. Süddeutsche hebt hervor, dass eine bundesweite Stallpflicht als nötige Maßnahme erachtet wird, um das Virus von den Beständen fernzuhalten.
Folgen für die Landwirte
Die betroffenen Landwirte stehen vor massiven Einnahmeausfällen. Die Entschädigungen für getötete Tiere richten sich nach dem Marktpreis und sind hiefür auf 50 Euro pro Tier gedeckelt. Allerdings plant die Bundesregierung, diese Grenze auf bis zu 110 Euro anzuheben. Dies müsste jedoch vom Bundestag und Bundesrat genehmigt werden. Trotz der Herausforderungen zeigen sich Verbandsvertreter zuversichtlich: Hans-Peter Goldnick vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft glaubt nicht an kurzfristige Preisexplosionen bei Geflügel und Eiern, während Robert Schmack vom Verband der Bayerischen Geflügelwirtschaft einen möglichen Anstieg der Preise in Verbindung mit kurzen Engpässen sieht.
Die Situation hat auch Auswirkungen auf den Markt für Gänse. Die traditionelle Nachfrage an Martins- und Weihnachtsgänsen sei zwar spürbar, doch aufgrund der Importlage, wo 80% der Gänse aus dem Ausland kommen, wird mit Engpässen nicht gerechnet. Hierbei ist zu erwähnen, dass der Import von Gänsefleisch nach Deutschland in den letzten zehn Jahren um über 50% gesunken ist. Insgesamt werden 70% des in Deutschland verarbeiteten Geflügelfleisches aus Hühnermast stammt. Die Erzeuger müssen sich also nicht nur um ihre Gesundheit sorgen, sondern auch um ihren Geldbeutel und die Daseinsberechtigung ihrer Betriebe, während die Vogelgrippe ihre Schatten vorauswirft.
Was passiert als Nächstes?
Unabhängig von der aktuellen Situation ist eine breite Anwendung von Impfungen in der EU unter strengen Auflagen denkbar, um die Nutzgeflügelbestände zu unterstützen. Marin Yotov, vom Handelsverband Lebensmittel, betrachtet es allerdings noch als verfrüht, um die Auswirkungen auf Angebot und Preise vorherzusagen. Die kommenden Wochen könnten entscheidend sein, sowohl für die Gesundheit der Tiere als auch für die Wirtschaftlichkeit der Betriebe. Die Landwirte müssen jetzt ein gutes Händchen bei der Bewirtschaftung ihrer Bestände zeigen, um diese kleine, aber feine Tradition der deutschen Geflügelwirtschaft durch die Krise zu navigieren.
Zusammenfassend zeigt sich, dass die Vogelgrippe eine ernsthafte Bedrohung darstellt, die sowohl das Tierwohl als auch die wirtschaftliche Stabilität in Deutschland betrifft. Wir werden die Entwicklungen weiterhin genau verfolgen und hoffen, dass die betroffenen Betriebe bald Entlastung erfahren, während wir alle auf die Gesundheit unserer gefiederten Freunde achten.