Biotonnen für alle: Schluss mit Gartenfeuern in der Seenplatte!
Ab 2028 führt Neubrandenburg Biotonnen ein, um Bioabfälle besser zu sammeln und die Kreislaufwirtschaft zu stärken.

Biotonnen für alle: Schluss mit Gartenfeuern in der Seenplatte!
In der Mecklenburgischen Seenplatte tut sich was in Sachen Abfallwirtschaft! Ab dem 1. Januar 2028 wird in jedem Haushalt des Landkreises eine Biotonne bereitgestellt. Das hat das Nordkurier berichtet. Diese Maßnahme soll nicht nur die getrennte Sammlung von Bioabfällen wie Küchenresten und Gartenschnitt fördern, sondern auch den Restmüll reduzieren und die Kreislaufwirtschaft stärken. Geplant ist, dass der Kreistag am 23. März über diese Regelung entscheidet, ein Schritt, der bereits lange herbeigesehnt wird.
Eine wichtige Begleitmaßnahme wird das flächendeckende Verbot von „Gartenfeuern“ sein, das ab Anfang 2028 in Kraft treten soll. Dabei wird die Pfl anzenabfall-Landesverordnung an das Bundesrecht angepasst. Dies bedeutet, dass die Verbrennung von Pflanzenabfällen weitestgehend verboten wird, mit Ausnahme für Brauchtumsfeuer und Feuerschalen. Aktuell ist das Verbrennen nur erlaubt, wenn Alternativen wie Kompostieren oder die Abgabe an Wertstoffhöfe nicht vorhanden sind.
Aktuelle Situation der Biotonne
Im Landkreis gibt es bereits in Neubrandenburg eine Biotonne, aber der Rest des Kreises steht noch ohne dieses praktische Abfallgefäß da. Das Abfallwirtschaftskonzept von 2020 hat die Einführung der Biotonne für 2028 angesetzt, was nun langsam Gestalt annehmen wird. In anderen Landkreisen, wie Ludwigslust-Parchim, Vorpommern-Rügen und Rostock, ist die Biotonne bereits flächendeckend eingeführt. In Nordwestmecklenburg und dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte bleibt sie bisher freiwillig.
Eines der Ziele der Abfallwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist es, bis 2027 eine Prognose über die Bioabfallmengen und die damit verbundenen Kosten zu erstellen. Schätzungen zufolge sollen künftig zwischen 6.600 und 22.700 Tonnen Bioabfälle pro Jahr anfallen, was von verschiedenen Faktoren wie dem Anschlussgrad und dem Behältervolumen abhängt.
Das richtige Trennen und Verwerten von Biomüll
Warum ist die Biotonne so wichtig? Ganz einfach: Sie ermöglicht eine umweltfreundliche und wirtschaftliche Verwertung von Biomüll. Richtlinien regeln, was tatsächlich in die Biotonne gehört. Die Verbraucherzentrale hebt hervor, dass vor allem pflanzliche Küchen- und Gartenabfälle dort landen sollten. Aber Achtung: Dinge wie Öle, Fette oder dicke Hölzer haben darin nichts verloren! Und auch Katzenstreu oder Hygieneartikel müssen draußen bleiben.
Eine verstärkte Sensibilisierung der Bürger:innen ist gefragt, denn das größte Problem bei der Verwertung ist die ungewollte Mülltrennung, speziell Plastikteile im Biomüll. Damit der Biomüll nicht kontaminiert wird, sollten Verbraucher darauf achten, ihre Abfälle sauber zu trennen.
Die gesammelten Bioabfälle werden dann entweder in Kompostwerken zu wertvollem Humus oder in Biogasanlagen zu Biogas verarbeitet. Diese moderne Recyclingstrategie unterstützt nicht nur die Umgebung, sondern entlastet auch die Deponien, was unserer Umwelt zugutekommt.
Ein Blick in die Zukunft
Mit der bevorstehenden Umstellung auf die Biotonne und dem Verbot von Gartenfeuern steht ein bedeutender Wandel in der Abfallwirtschaft der Mecklenburgischen Seenplatte bevor. Der Fokus liegt klar auf der Kreislaufwirtschaft, einem Schritt, der nicht nur die Umwelt entlastet, sondern auch die Rohstoffversorgung auf solidere Beine stellt. Das Bundeswirtschaftsministerium betont, dass Deutschland als Industrienation auf die Verfügbarkeit von Ressourcen angewiesen ist, und moderne Technologien spielen hier eine entscheidende Rolle.
Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Abfallwirtschaft in der Mecklenburgischen Seenplatte entwickeln wird. Der Weg zur besseren Abfalltrennung hat bereits begonnen – und jeder von uns kann dazu beitragen, dass die Biotonne hervorragend genutzt wird!