Drogenrückstände in Norddeutschlands Abwasser: Alarmierende Zahlen!
Neubrandenburg hat hohe Drogenrückstände im Abwasser. Trotz gesunkener Werte bleibt das Konsumverhalten besorgniserregend.

Drogenrückstände in Norddeutschlands Abwasser: Alarmierende Zahlen!
Die Drogenproblematik in Norddeutschland ist aktueller denn je. Im Sommer 2025 hat der NDR in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden Abwasserproben aus sechs norddeutschen Städten auf Rückstände illegaler Substanzen untersuchen lassen. Diese Studie, die durch eine umfassende Analyse der Drogenrückstände in Abwässern maßgeblich zur Aufklärung über das Konsumverhalten beiträgt, zeigt alarmierende Ergebnisse.
Die Untersuchung betraf zwei Städte in Mecklenburg-Vorpommern, zwei in Schleswig-Holstein und zwei in Niedersachsen. Besonders interessant ist, dass zuvor in Mecklenburg-Vorpommern bereits ähnliche Tests durchgeführt wurden; diesmal wurden jedoch auch Städte außerhalb dieses Bundeslandes berücksichtigt. Das Konsumverhalten hat nicht nur die Aufmerksamkeit der lokalen Behörden auf sich gezogen, sondern fällt auch unter die regelmäßigen Überprüfungen der EU-Drogenagentur, die jährlich 128 Städte in Europa untersucht.
Drogenkonsum in Neubrandenburg
In Neubrandenburg wurde ein merklicher Konsum von Speed festgestellt, auch wenn die Werte im Vergleich zu den Vorjahren zurückgegangen sind. Die Stadt belegt laut den Rückstandswerten einen besorgniserregenden 11. Platz in Europa. Oberbürgermeister Nico Klose betont jedoch, dass er nicht pauschal von einem Drogenproblem sprechen kann. Dennoch warnt Björn Helm von der TU Dresden, dass die hohen Werte trotz des Rückgangs Anlass zur Sorge geben.
Die Tragödie der 13-jährigen Finja, die 2023 an einer MDMA-Überdosis starb, zieht dunkle Schatten auf die vorläufigen Ergebnisse. Chefarzt Sven Armbrust von einem lokalen Klinikum berichtet von keiner Seltenheit, was Drogenvergiftungen bei Jugendlichen betrifft. Junge Menschen in Neubrandenburg berichten von der Leichtigkeit, mit der sie Zugang zu illegalen Drogen haben, die dabei auch noch erschwinglich sind.
Kokain und Crystal Meth im Fokus
In Niedersachsen fiel besonders Wilhelmshaven auf, wo hohe Kokain-Rückstände gemessen wurden. Im Gegensatz dazu sind Crystal Meth-Rückstände in den untersuchten Städten lediglich in geringen Mengen nachgewiesen worden, mit Ausnahme von Seesen, wo die Werte höher ausfielen. In Schleswig-Holstein wurden ebenfalls hohe Kokain-Rückstände in Neumünster und Itzehoe festgestellt, was die Städte jedoch nicht dazu bringt, regelmäßige Drogenscreenings einzuführen.
Doch nicht nur in Norddeutschland sind solche Trends zu beobachten. Eine Studie über Abwasseranalysen in 75 europäischen Städten belegt einen allgemeinen Anstieg des Konsums von Drogen wie Kokain und Amphetamin im Vergleich zu den Vorjahren. Laut dieser Analyse zeigt MDMAgebietweise einen Rückgang, was möglicherweise mit den Schließungen von Nachtclubs während der Pandemie zusammenhängt.
Mit diesen Erkenntnissen ist es klar, dass das Thema Drogenkonsum vor Ort und überregional auf der politischen Agenda bleibt. Die Stärkung der Prävention sowie der Austausch zwischen den Städten dürften weiterhin wichtige Aspekte im Kampf gegen Drogenmissbrauch darstellen.
| Stadt | Drogenrückstände |
|---|---|
| Neubrandenburg | Höhere Speed-Rückstände |
| Wilhelmshaven | Hohe Kokain-Rückstände |
| Seesen | Erhöhte Crystal Meth-Rückstände |
| Neumünster, Itzehoe | Große Mengen Kokainrückstände |
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Daten aus der Analyse von ndr.de und den weiteren Studieneinblicken von euda.eu unser Verständnis vom Drogenkonsum in Städten prägen. Bei allen Herausforderungen, die sich zeigen, ist der Blick auf die Gesundheit und Sicherheit unserer jüngeren Generation von entscheidender Bedeutung und sollte nicht aus den Augen verloren werden.