Braunschweiger AG erhält Grünes Licht für Erdwärmesuche!
Die Stadtwerke Braunschweig dürfen ab November 2025 in drei Feldern nach Erdwärme suchen, um tiefengeothermische Energie zu gewinnen.

Braunschweiger AG erhält Grünes Licht für Erdwärmesuche!
In Niedersachsen gibt es frische Neuigkeiten, die für die Zukunft der Energiegewinnung von großer Bedeutung sind. Das Landesamt für Bergbau und Energie (LBEG) hat jetzt grünes Licht für die Braunschweiger Versorgungs-AG gegeben, um in die Erde zu graben und nach Erdwärme zu suchen. Ein überfälliger Schritt in Richtung nachhaltiger Energienutzung, der gerade bei den aktuellen Diskussionen über fossile Brennstoffe und Klimaschutz auf großes Interesse stößt. Wie ndr.de berichtet, darf das Unternehmen nun in einer Tiefe von über 400 Metern nach Erdwärme-Vorkommen forschen.
Die dafür vorgesehenen Gebiete umfassen eine beachtliche Fläche von gut 692 Quadratkilometern und ziehen sich von Kästorf im Landkreis Gifhorn bis nach Derneburg am Autobahndreieck Salzgitter. Besonders hervorzuheben sind die drei Erlaubnisfelder, die dem Unternehmen zugeteilt wurden: Braunschweig VI, Braunschweig VII und Gifhorn II. Die Felder sind bis zum 31. Oktober 2028 gültig und könnten die Grundlage für zukünftige Projekte zur Wärmegewinnung bieten, die in der heutigen Zeit mehr denn je gefragt sind. Laut lbeg.niedersachsen.de sind diese Schritte Teil einer Gesamtstrategie, die darauf abzielt, geeignete geologische Schichten für die Energiegewinnung durch Tiefengeothermie zu identifizieren.
Die Details der Erlaubnisfelder
Die spezifischen Flächen, die nun im Fokus stehen, sind im Einzelnen:
- Erlaubnisfeld Gifhorn II: ca. 129 Quadratkilometer, zwischen Erikasee und Mittellandkanal.
- Erlaubnisfeld Braunschweig VI: ca. 282 Quadratkilometer, zwischen Ribbesbüttel und Ilsede.
- Erlaubnisfeld Braunschweig VII: ca. 281 Quadratkilometer, zwischen dem Werksgelände der Salzgitter AG und Feldbergen.
Die Braunschweiger Versorgungs-Aktiengesellschaft hat bereits zuvor einen ersten Schritt unternommen und im Januar 2023 das Erlaubnisfeld Braunschweig V erhalten, welches direkt unter der Löwenstadt liegt. Diese laufenden Entwicklungen zeigen, dass das Interesse an Geothermie in der Region stetig wächst und die Städte sowie Landkreise aktiv in die Planung einbezogen werden.
Der Weg zur Geothermie
Bevor die ersten Bohrungen in Angriff genommen werden können, müssen die geplanten Maßnahmen vom LBEG genehmigt werden. Der Prozess beinhaltet auch, dass ein Test durchgeführt wird, um die Eignung dergeologischen Schichten zu überprüfen. Das gibt allen Beteiligten die Möglichkeit, sich auf mögliche Herausforderungen einzustellen und das Beste aus der Situation zu machen.
Das LBEG hat insgesamt 51 Erlaubnisse zur Aufsuchung von Erdwärme insgesamt erteilt, mit der Absicht, die Geothermie in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen voranzutreiben. Der Weg zur Nutzung dieser erneuerbaren Energiequelle ist also geebnet – und die nächsten Jahre könnten entscheidend für die regionale Energieversorgung sein.
In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit „hoch im Kurs“ steht, zeigt die Braunschweiger Versorgungs-AG mit ihren Projekten, dass sie ein gutes Händchen haben könnte für die Energiegewinnung der Zukunft. Die Entwicklungen in der Geothermie könnten nicht nur zur Senkung der Heizkosten beitragen, sondern auch eine wichtige Rolle in der deutschlandweiten Energiewende spielen. Daher bleibt abzuwarten, wie sich die Projekte weiter entwickeln und wann der erste Bohrer in die Erde eindringen wird.
Für weitere Details und aktuelle Entwicklungen zu den Genehmigungsverfahren und den Fortschritten der Projekte ist es empfehlenswert, regelmäßig einen Blick auf die Webseite des LBEG zu werfen.