Gedenkführung gegen Rassismus: Erinnerung an die Pogromnacht in Delmenhorst
Stadtführung in Delmenhorst am 8. November: Erinnerung an die Pogromnacht 1938 und das jüdische Leben, kostenfrei für alle.

Gedenkführung gegen Rassismus: Erinnerung an die Pogromnacht in Delmenhorst
Am 8. November 2025 findet in Delmenhorst eine besondere Stadtführung des Breiten Bündnisses gegen Rechts statt. Diese Veranstaltung, die um 11 Uhr beginnt, ist der Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 gewidmet, einem düsteren Kapitel der Geschichte, das auch die Stadt Delmenhorst betroffen hat. Der erfahrene Stadtführer Hans-Joachim Müller wird die Teilnehmenden zu markanten Orten in der Innenstadt begleiten und sie über die Geschehnisse jener Nacht informieren. So wurde unter anderem die Delmenhorster Synagoge an der Cramerstraße durch Brandstiftung schwer beschädigt.
Ein zentraler Punkt der Führung ist das Schicksal der jüdischen Familie Fink, die für das jüdische Leben in Delmenhorst steht. Diese Familie wehrte sich gegen die Diskriminierungen, die ab 1933 immer mehr um sich griffen, und fiel im Zuge der Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten den Schrecken dieser Zeit zum Opfer. Das Bündnis möchte mit dieser Veranstaltung nicht nur der Vergangenheit gedenken, sondern auch ein Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung setzen, die in vielen Bereichen der heutigen Gesellschaft nach wie vor präsent sind.
Treffpunkt und Teilnahme
Der Treffpunkt für den Rundgang ist der Stand des Bündnisses an der Langen Straße 23. Die gute Nachricht: Die Teilnahme ist kostenfrei und die Veranstaltung dauert etwa eine Stunde. Das Bündnis hofft auf zahlreiche Interessierte, die sich mit der Geschichte auseinandersetzen und ein Zeichen für Toleranz und Menschenrechte setzen möchten.
Mit Aktionen wie dieser möchte das Breite Bündnis gegen Rechts sowohl Erinnern als auch Aufklären. Gerade in einer Zeit, in der rechtsextreme Strömungen wieder an Bedeutung gewinnen, ist es wichtig, wachsam zu sein und Solidarpakt zu zeigen.
Die Verantwortung der Gegenwart
Über die Stadtführung hinaus ist es entscheidend, dass wir uns auch mit der gegenwärtigen Situation auseinandersetzen und aktiv gegen Ausgrenzung und Rassismus eintreten. Die Veranstaltung gibt uns Gelegenheit, über die Vergangenheit nachzudenken und daraus Lehren für die Zukunft zu ziehen. Die Geschichte der Familie Fink und viele andere ähnliche Geschichten dürfen nicht in Vergessenheit geraten. So können wir in unserer Gemeinschaft ein gutes Miteinander fördern und ein Zeichen für Vielfalt und Respekt setzen.
Für diejenigen, die mehr über die Umstände und historische Kontexte erfahren möchten, sind heute gefragte Themen wie Modularbau und lokale Initiativen zum Thema Wohnraum ebenfalls von Interesse. Diese Aspekte zeigen, dass wir aus der Vergangenheit lernen und innovative Lösungen für die Herausforderungen der Gegenwart finden können. Schließlich gilt es, Verantwortung zu übernehmen und aktiv an einer positiven Entwicklung unserer Gemeinschaft zu arbeiten.