Energiewende in Niedersachsen: Bürger fordern digitalen Aufbruch!

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Eine Veranstaltung in Niedersachsen am 12.11.2025 diskutiert die Energiewende, Bürgerenergie und Zukunftsstrategien für erneuerbare Energien.

Eine Veranstaltung in Niedersachsen am 12.11.2025 diskutiert die Energiewende, Bürgerenergie und Zukunftsstrategien für erneuerbare Energien.
Eine Veranstaltung in Niedersachsen am 12.11.2025 diskutiert die Energiewende, Bürgerenergie und Zukunftsstrategien für erneuerbare Energien.

Energiewende in Niedersachsen: Bürger fordern digitalen Aufbruch!

In Niedersachsen dreht sich heute alles um die Energiewende – unter dem Motto „Energiewende: Umsetzen statt abwürgen!“ fand eine äußerst spannende Veranstaltung statt. Der Fokus lag auf der Notwendigkeit, die Dynamik der Energiewende aufrechtzuerhalten und voranzutreiben. Hierbei wurden nicht nur positive Entwicklungen, wie der Boom bei Solar- und Windenergie, sondern auch kritische Stimmen laut, etwa zur Planung einer Strombedarfsprognose mit industriellem Nullwachstum von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Ihre Skepsis gegenüber industrieller Erneuerung sowie digitalen Innovationsansätzen stieß auf Skepsis bei den Teilnehmer:innen, berichten sven-giegold.de.

Die Energiewende hat sich als bedeutender Prozess zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und zur Förderung erneuerbarer Energien etabliert. Über 60% der installierten Energieerzeugung in Deutschland stammt mittlerweile aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Sonne. Damit wird die versprochene Klimaneutralität bis 2050 angestrebt. Bislang hat Deutschland 27% der Treibhausgasemissionen seit 1990 reduziert. Um die ambitionierten Ziele weiter zu erreichen, ist eine Steigerung der Bürgerenergie von zentraler Bedeutung.

Rolle der Bürgerenergie

Ein wichtiges Thema der Veranstaltung war die Bürgerenergie, die nach wie vor eine der zentralen Säulen der Energiewende darstellt. Eine Studie zeigt, dass fast ein Drittel der installierten Leistung von Erneuerbaren bereits in Privatbesitz ist. Unter den Landwirt:innen liegt dieser Anteil sogar bei über 40%. Die Bürger:innen haben frühzeitig die wirtschaftlichen Chancen der Erneuerbaren erkannt, was sich in einem hohen Eigentumsanteil an Wind- und Solarprojekten widerspiegelt. In den letzten Jahren jedoch ist der Anteil an Bürgerenergie rückläufig, von über 50% vor zehn Jahren auf nur etwa 40% im Jahr 2019. Diese Entwicklung wurde von den Teilnehmer:innen der Veranstaltung angesprochen, die einen Plan für eine Energiewende 2.0 vorstellten, um diesen Trend zu stoppen, und somit die Kosten für die Energieproduktion weiter zu senken, berichtet unendlich-viel-energie.de.

Ein entscheidender Aspekt der Bürgerenergie ist das gemeinsame Motto: „Energie von allen, für alle“. Diese Philosophie fördert eine dezentrale und gerechte Energieproduktion, welche lokal Vorteile für die Bevölkerung bringt und die Energiekosten senkt. Mit einem geeigneten Plan, der digitale Netze, intelligente Speicher und flexible Verbraucher einbindet, könnte der Weg geebnet werden, um dieses Ziel zu erreichen.

Ausblicke und Herausforderungen

Die an der Veranstaltung Beteiligten diskutierten auch die Herausforderungen, welche die Energiewende weiterhin mit sich bringt. Dazu zählen unter anderem hohe Kosten und zahlreiche regulatorische Hürden. Der steigende Anteil an Gewerbetreibenden und großen Unternehmen in der Branche sorgt für einen intensiven Wettbewerb und kann möglicherweise die Bürger:innen weiter aus dem Markt drängen. Informationen zeigen, dass im Jahr 2019 Fonds und Banken bereits den Spitzenplatz beim Bau neuer Anlagen einnahmen, was die Bürgerenergiewende unter Druck setzt. Auch der Markt für Offshore-Windenergie wird zunehmend von großen Energiekonzernen dominiert, was den Rückgang der Bürgerenergie weiter verschärfen könnte. Laut Wikipedia ist bereits 2023 die Nuklearenergie vollständig abgebaut worden, und die zukünftigen Energieprognosen versprechen, die gesteckten Ziele nicht zu erreichen.

Die Veranstaltung vermittelte jedenfalls das Gefühl, dass es noch viele offene Fragen gibt, aber gleichzeitig auch viel Potenzial zur Verbesserung. Die Anwesenden wurden eingeladen, aktiv an dieser wichtigen Diskussion teilzunehmen und ihre Ideen zur Umsetzung der Energiewende weiter einzubringen.