Neues Netzwerk in Göttingen: Bessere Hilfe für Parkinson-Patienten!
In Göttingen startet das ParkCareNetz zur Verbesserung der Parkinson-Versorgung in Südniedersachsen. Ziel: Lebensqualität steigern.

Neues Netzwerk in Göttingen: Bessere Hilfe für Parkinson-Patienten!
In Göttingen hat das ParkCareNetz offiziell seine Arbeit aufgenommen, um die Versorgung von Parkinson-Patienten in der Gesundheitsregion Südniedersachsen zu verbessern. Wie die HNA berichtet, wird das Projekt mit Landesmitteln gefördert und zielt darauf ab, Informationen für Betroffene und deren Angehörige schnell und unkompliziert bereit zu stellen. Doch das ist nicht alles: Die Initiative möchte auch die Kommunikation zwischen Ärzten und Therapeuten optimieren, um somit die Behandlung und Unterstützung jener, die an dieser schleichenden Erkrankung leiden, effizienter zu gestalten.
Parkinson ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung in Deutschland, mit einer betroffenen Rate von etwa 0,6 % der Bevölkerung im Jahr 2023. Besonders in mehreren Kreisen Südniedersachsens ist die Prävalenz dieser Erkrankung höher. Mit dem ParkCareNetz erhalten die Regionen Göttingen, Goslar, Hildesheim, Holzminden und Northeim die Gelegenheit, den Bedürfnissen der lokal lebenden Patienten gezielt zu begegnen.
Ein starkes Netzwerk
Das ParkCareNetz ist eine Direktfolge der Studie „ParkNetz“, die an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Hildesheim sowie der Universitätsmedizin Göttingen durchgeführt wird. Diese Studie, die bis August 2026 andauert, analysiert die spezifischen Bedürfnisse der Betroffenen und bildet damit die Grundlage für den Aufbau eines effektiven regionalen Netzwerks. „Wir wollen die Lebensqualität von Menschen mit Parkinson und ihren Angehörigen durch eine verbesserte Kommunikation und Kooperation im Gesundheitswesen steigern“, heißt es von den Verantwortlichen der HAWK.
Ergänzend zur Gesundheitsregion Niedersachsen, die 30 Gesundheitsregionen umfasst und 37 Kommunen einbindet, wird das ParkCareNetz nicht das einzige neue Projekt bleiben. Ab 2026 sollen zusätzlich Initiativen zur Demenzhilfe sowie zur Psychischen Ersten Hilfe in die Offensive gehen, gefördert durch Land, Krankenkassen und Bundesmittel.
Ein offenes Ohr für Patienten und Angehörige
Ziel des ParkCareNetz ist die Zusammenstellung von wissenswerten Informationen über Erkennung, Behandlung und Betreuung der Parkinson-Krankheit. Dabei richtet sich das Angebot nicht nur an die Patienten, sondern auch an behandelnde Ärzte und Therapeuten. Auf diese Weise sollen alle Akteure der Gesundheitsversorgung besser miteinander verknüpft werden, um nachhaltig die Behandlungsergebnisse für die Betroffenen zu verbessern.
Dank der Unterstützung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und des Programms zukunft.niedersachsen der Volkswagenstiftung wird das Projekt über insgesamt drei Jahre gefördert. In Kombination mit einem klaren Fokus auf interprofessionelle Zusammenarbeit stellt das ParkCareNetz ein vielversprechendes Modell dar, um den Herausforderungen der Parkinsonversorgung in Südniedersachsen zu begegnen.