Premiere im Deutschen Theater: Iowa – Ein Stück über Freundschaft und Körpergefühl

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Premiere des Stücks „Iowa“ von Stefanie Sargnagel im Deutschen Theater Göttingen am 1. Dezember 2025 – ein Erlebnis voller Ehrlichkeit und kritischer Themen.

Premiere des Stücks „Iowa“ von Stefanie Sargnagel im Deutschen Theater Göttingen am 1. Dezember 2025 – ein Erlebnis voller Ehrlichkeit und kritischer Themen.
Premiere des Stücks „Iowa“ von Stefanie Sargnagel im Deutschen Theater Göttingen am 1. Dezember 2025 – ein Erlebnis voller Ehrlichkeit und kritischer Themen.

Premiere im Deutschen Theater: Iowa – Ein Stück über Freundschaft und Körpergefühl

Am Sonntagabend feierte das Stück „Iowa“ im Deutschen Theater Göttingen seine mit Spannung erwartete Premiere. Dieses Werk, das auf einem autobiografischen Roman von Stefanie Sargnagel basiert, bringt eine erfrischend kratzbürstige Mischung aus Humor und gesellschaftskritischen Anmerkungen auf die Bühne. Sargnagel, die ursprünglich als Influencerin begann und mittlerweile eine erfolgreiche Autorin ist, liefert mit „Iowa“ einen Einblick in ihre Erfahrungen in den USA.Göttinger Tageblatt berichtet, dass die Handlung des Stücks eine Reise nach Iowa thematisiert, einen Bundesstaat, der vor allem für seine Landwirtschaft und die Produktion von Schweinefleisch bekannt ist. Hierunter versteht man auch die schillernden Geschichten, die sich um den Alltag in einem 8000-Seelen-Dorf wie Grinnell ranken, wo Sargnagel 2022 lebte, um dort Creative Writing zu unterrichten.

Die Hauptrollen in „Iowa“ übernehmen Tara Helena Weiß als Stefanie Sargnagel und Gaby Dey, die die Musikerin und Journalistin Christiane Rösinger verkörpert. Rösinger, die in diesem Jahr den Satirepreis „Göttinger Elch“ erhielt, bringt ihre musikalische Begabung in das Stück ein und begeistert das Publikum unter anderem mit einem beeindruckenden Janis-Joplin-Song. Die Chemie zwischen Sargnagel und Rösinger ist spritzig und ehrlich, was den Dialogen eine besondere Authentizität verleiht.

Inhaltliche Tiefe und gesellschaftliche Themen

Das Stück ist nicht nur ein unterhaltsames Schauspiel, es behandelt auch ernsthafte Themen wie Körperbild, Alkoholkonsum, den Druck abnehmen zu müssen und sogar Bodyshaming. Sargnagel und Rösinger besuchen gemeinsam lokale Bars und erkunden die kulturellen Eigenheiten ihrer Umgebung, was zu manchmal skurrilen, doch stets ehrlichen Begegnungen führt, die in Sargnagels Buch festgehalten wurden. Dieses autobiografische Element geht in die Linie der modernen Autofiktion, einer Literaturform, die immer mehr an Popularität gewinnt und immer öfter junge Autor:innen anzieht. Autofiktion ist in diesem Kontext nicht nur ein Stil, sondern eine Art, persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen Diskursen zu verknüpfenLiteraturportal.

Die Regie führte Sarah Maroulis, die für ihre kritischen Auseinandersetzungen mit gesellschaftlichen Normen bekannt ist. Ihr Regiestil führt zu einem Theatererlebnis, das sowohl unterhaltsam als auch zum Nachdenken anregt. Maroulis legt Wert darauf, dass die Zuschauer:innen die Absurditäten und Widersprüche des Lebens hinterfragen, was dem Stück eine zusätzliche Dimension verleiht, hinter der der Zuschauer nicht allein aus der Unterhaltung einen Sinn finden soll.

Details zur Aufführung

Die Premiere wurde vom Publikum mit lautstarkem Applaus belohnt, was darauf hinweist, dass „Iowa“ sowohl bei den Zuschauer:innen Anklang findet als auch eine relevante Stimme in der aktuellen Theaterszene ist. Die nächsten Vorstellungen auf der Kellerbühne finden an folgenden Terminen statt: 7. Dezember, 9. Dezember, 16. Dezember, 7. Januar, 22. Januar und am 17. Dezember um 20:30 Uhr. Kartenreservierungen sind unter der Telefonnummer 0551/4969300 möglichGöttinger Theater.