Böllerverbot zu Silvester? Zoo Hannover schützt Tiere vor Lärm!
Zoo Hannover hat an Silvester verkürzte Öffnungszeiten und diskutiert ein Böllerverbot zum Schutz der Tiere und Umwelt.

Böllerverbot zu Silvester? Zoo Hannover schützt Tiere vor Lärm!
Das neue Jahr beginnt oft mit bunten Feuerwerken und fröhlichem Knallen, doch die Diskussion über privates Feuerwerk zu Silvester wird immer intensiver. Der Zoo Hannover hat auch in diesem Jahr am 31. Dezember geöffnet, allerdings mit verkürzten Öffnungszeiten. So schließt die Tierstätte bereits um 14 Uhr, damit sich die Mitarbeiter auf die bevorstehenden Herausforderungen der Silvesternacht vorbereiten können. Wie news38.de berichtet, verlangt die Tierhaltung besondere Vorkehrungen, um die Tiere vor dem Lärm und der Hektik des Feuerwerks zu schützen.
Diese Problematik ist nicht neu. Viele Tiere leiden unter den Geräuschen, die aus Feuerwerk und Böllern resultieren. Der Zoo appelliert daher an alle Feiernden, auf das Zünden von Böllern und Raketen in der Nähe des Zoos zu verzichten. „Wir möchten Vorfälle wie den Brand im Krefelder Zoo von 2019 vermeiden“, heißt es. Auch die Tierpfleger sind gefordert: Sie bringen die Tiere vor dem erwarteten Lärm in ihre sicheren Unterkünfte, um sie vor Angst und Stress zu schützen.
Die Stimme des Tierschutzes
Die Diskussion um ein Böllerverbot wird zunehmend von den Stimmen des Deutschen Tierschutzbundes unterstützt. Dieser fordert ein Verbot des privaten Kaufs und Gebrauchs von Pyrotechnik zu Silvester und unterstützt die Kampagne „Böllerciao“ der Deutschen Umwelthilfe. Denn Raketen und Knaller verursachen nicht nur Stress bei Haustieren, sondern auch massive Ängste bei Wildtieren. Thomas Schröder, Präsident des Tierschutzbundes, argumentiert, dass kommunale Verbote für bestimmte Bereiche rund um tierhaltende Einrichtungen dringend notwendig sind, um die Tiere zu schützen. Wie der Tierschutzbund auf seiner Website erklärt, könnten Alternativen wie Drohnenshows eine tierfreundliche Lösung darstellen. Tierschutzbund
Die gesundheitlichen Risiken und Umweltauswirkungen von Feuerwerken sind ebenfalls ein großes Thema. Umweltschützer und die Gewerkschaft der Polizei fordern ein Verbot privater Feuerwerke aufgrund der hohen Feinstaubbelastung und der umweltschädlichen Chemikalien. Jörg-Andreas Krüger, Chef des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu), hebt hervor, wie schädlich die Situation für Mensch und Tier ist. Unterstützung für dieses Verbot kommt von über 64 Organisationen sowie der Bundesärztekammer und dem Deutschen Roten Kreuz, die sich ebenfalls für strengere Maßnahmen aussprechen. Der Umwelthilfe-Vorsitzende Jürgen Resch weist darauf hin, dass die Bilanz der Silvesternacht „verheerend“ ist und Alternativen dringend her müssen. Zeit
Ein Blick in die Zukunft
Doch nicht alle teilen diese Sichtweise. Einige Menschen möchten nicht auf die Tradition des Feuerwerks verzichten. Es bleibt also spannend, ob ein generelles Böllerverbot in Deutschland tatsächlich durchgesetzt wird oder ob es weitere Kompromisse geben wird. Die Eisbrecher sind die Kommunen, die bereits in der Lage sind, bestimmte Gebiete von der Erlaubnis zum Abbrennen von Silvesterfeuerwerk auszunehmen. Es wird sich zeigen, ob der Wunsch nach Rücksichtnahme auf die Tiere, die Umwelt und die öffentliche Sicherheit langfristig über den Brauch des Feuerwerks siegt. Diejenigen, die ihre Feier leise und respektvoll gestalten möchten, könnten ein gutes Händchen haben, wenn sie in Zukunft auf tierfreundliche Alternativen setzen.