CDU-Forderung: Stromsteuer für alle bis Ende 2026 senken!
CDA fordert auf CDU-Parteitag Absenkung der Stromsteuer 2026 zur Entlastung der Verbraucher. Diskussionen im Koalitionsausschuss.

CDU-Forderung: Stromsteuer für alle bis Ende 2026 senken!
Die Diskussion um die Stromsteuer in Deutschland nimmt immer mehr Fahrt auf. Heute hat die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) einen Antrag zum bevorstehenden CDU-Bundesparteitag vorgestellt, der am 20. und 21. Februar 2026 in Stuttgart stattfinden wird. Ziel dieses Antrags ist eine Absenkung der Stromsteuer noch in diesem Jahr, um die Verbraucher zu entlasten. Thorsten Wendt, der Vorsitzende des CDA-Kreisverbandes Braunschweig, betont, dass insbesondere Bezieher kleinerer und mittlerer Einkommen dringend eine finanzielle Entlastung benötigen. Die steigenden Kosten der letzten Jahre machen sich für viele stark bemerkbar, weshalb die CDA eine Absenkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß für alle Verbraucher fordert. Diese Entlastung soll nicht nur sozialen Ausgleich schaffen, sondern auch für eine faire Verteilung der Energiepreisbelastung sorgen.
Die CDA findet Unterstützung von der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), die sich ebenfalls dafür einsetzt, die Stromsteuersenkung auf alle Verbrauchergruppen auszudehnen. Damit wird deutlich, dass es nicht nur eine sozialpolitische Frage ist, sondern auch ein wirtschaftliches Anliegen, das viele Bürgerinnen und Bürger betrifft. Die Notwendigkeit dieser Entlastung zeigt auch die aktuelle Stromsteuer von 2,05 Cent pro Kilowattstunde, die etwa 7% der Stromrechnung ausmacht. Laut dem Koalitionsvertrag sollen die Stromsteuern auf 0,1 Cent gesenkt werden, was einer dreiköpfigen Familie mit 4.000 kWh Jahresverbrauch eine Ersparnis von rund 93 Euro bringen würde. Experten sind sich einig: Hier liegt ein großes Einsparpotenzial für die Verbraucher, das dringend genutzt werden sollte.
Politische Diskussionen und Herausforderungen
Der Koalitionsausschuss in Berlin beschäftigt sich intensiv mit dem Thema geringere Stromkosten für alle. Die neue Bundesregierung hat versprochen, die Stromsteuer zu senken, um breit angelegte Entlastungen zu ermöglichen. Allerdings wird kritisiert, dass bisherige Entscheidungen häufig nur das produzierende Gewerbe berücksichtigen. Während Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) ankündigte, die Absenkung der Stromsteuer für Unternehmen zu verstetigen, bleibt die Frage, ob auch Privatpersonen von diesen Entlastungen profitieren können.
Die Diskussion wird zunehmend hitziger: Der Brandenburger Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) plädiert für eine allgemeine Stromsteuersenkung aus Fairness-Gründen. Kritiker warnen vor internen Streitigkeiten innerhalb der Koalition und betonen die Bedeutung von Kompromissen in dieser heiklen Frage. Sowohl von der Union als auch aus der Opposition, vertreten durch Grüne und Linke, wird eine umfassende Entlastung für alle Verbraucher gefordert. Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) hebt hervor, dass Sparmaßnahmen an anderer Stelle notwendig sind, um diese Forderungen umsetzen zu können.
In der aktuellen politischen Lage sind die Herausforderungen groß, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Parteien auf einen gemeinsamen Nenner einigen können. Die kommenden Wochen werden entscheidend dafür sein, ob die geplante Absenkung der Stromsteuer tatsächlich für alle Verbraucher realisiert werden kann oder ob hier weiterhin Unterschiede zwischen den Interessen des Gewerbes und der Privatpersonen bestehen bleiben werden.