Schleswig-Holstein feiert Hafentag: 140 Millionen für Zukunft der Häfen!
Am 6.11.2025 findet der 10. Deutsch-Finnische Hafentag in Schleswig-Holstein statt, der Handelsbeziehungen und Sicherheit im Ostseeraum fördert.

Schleswig-Holstein feiert Hafentag: 140 Millionen für Zukunft der Häfen!
Gestern fand in Lübeck der zehnten Deutsch-Finnische Hafentag statt, ein Event, das die engen Beziehungen zwischen Schleswig-Holstein und Finnland feiert. Ministerpräsident Daniel Günther hob die Bedeutung des Hafentags hervor, um den Austausch und die Vertiefung der bilateralen Beziehungen zu fördern. Schleswig-Holstein ist dank seiner strategischen Lage ein zentraler Knotenpunkt für Handel und Tourismus, mit regelmäßigen Verbindungen von Lübeck zu über zehn finnischen Häfen.
Die Themen des Hafentags umfassten unter anderem die Hafeninfrastruktur, einen effizienten Gütertransport und die Sicherheit im Ostseeraum. Günther betonte, dass gerade die sicherheitspolitischen Herausforderungen, vor allem nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine, eine engere Zusammenarbeit erforderten. Dies zeigen auch die jüngsten Beitritte Schwedens und Finnlands zur NATO.
Investitionen in die Hafeninfrastruktur
Schleswig-Holstein plant in den nächsten Jahren, kräftig in seine Häfen zu investieren. Wie die Zeit berichtet, sollen 140 Millionen Euro aus dem Infrastruktur-Sondervermögen in verschiedene Hafenprojekte fließen. Diese Investitionen sind nicht nur für den Wirtschaftszweck wichtig, sondern auch für die Gewährleistung der Versorgungssicherheit und den Wohlstand der Region.
Besonders hervorzuheben ist, dass Minister Günther auch international aktiv wird. Ende November plant er eine Delegationsreise nach Finnland, bei der er Unternehmen wie Wärtsilä besuchen wird, um Themen wie Verteidigung und hybride Angriffe zu erörtern. Günther sieht in Finnland ein Vorbild in Sachen Sicherheitsstrategie, besonders im Hinblick auf die Verteidigungsbereitschaft in der Region.
Modernisierung der Westküstenhäfen
Neben den finanzialen Plänen für die Ostseeküste sind auch umfassende Modernisierungen in den Westküstenhäfen nötig. So kündigte Unterstützer wie Wirtschafts- und Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen an, dass in Büsum, Hallig Hooge, Langeneß, Oland und Pellworm viel in die Infrastruktur investiert wird. Insgesamt plant der Bund in Partnerschaft mit dem Land Investitionen von bis zu 100 Millionen Euro.
- Büsum: Um mehrere hundert Meter Kailänge soll die Entwicklung des Landeshafens vorangetrieben werden.
- Hollig Hooge: Ein neuer Anleger könnte durch Gesetzesänderungen beschleunigt realisiert werden.
- Pellworm: Ein Ersatzbau für den bestehenden Anleger wird als notwendig erachtet, um die Versorgung sicherzustellen.
- Langeneß und Oland: Hier sollen im kommenden Jahr neue Anleger gebaut werden, jeweils für etwa zwei Millionen Euro.
Die Projekte sind nicht nur für die lokale Wirtschaft von Bedeutung, sondern auch für die städtische Wertschöpfung, welche durch den Tourismus angeregt wird.
Abschließend fordert Günther von der Bundesregierung, jährlich mindestens 400 Millionen Euro für die Häfen bereitzustellen, um die wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Herausforderungen im Ostseeraum gemeinsam anzugehen. Schleswig-Holstein versteht sich als aktiver Partner in der Förderung einer stabilen und sicheren europäischen Region.