Britische Regierung kündigt drastische Asylreformen an – Ein Wendepunkt!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Die britische Regierung plant umfangreiche Asylrechtsreformen, um illegale Einwanderung zu reduzieren und Abschiebungen zu erleichtern.

Die britische Regierung plant umfangreiche Asylrechtsreformen, um illegale Einwanderung zu reduzieren und Abschiebungen zu erleichtern.
Die britische Regierung plant umfangreiche Asylrechtsreformen, um illegale Einwanderung zu reduzieren und Abschiebungen zu erleichtern.

Britische Regierung kündigt drastische Asylreformen an – Ein Wendepunkt!

Was tut sich in der britischen Politik? Die sozialdemokratische Regierung unter Premierminister Keir Starmer plant tiefgreifende Veränderungen im Asylwesen des Landes. Heute hat die Innenministerin Shabana Mahmood ihren Reformplan vorgestellt, der als „die größte Überarbeitung der Asylpolitik“ in der jüngeren Geschichte Britanniens gilt und sich stark an den bisherigen Praktiken in Dänemark orientiert. Mit der angespannten Migrationslage und einer Rekordzahl von 109.343 Asylanträgen im letzten Jahr, eine Steigerung von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, ist der Handlungsbedarf offensichtlich.

Mahmood, die am Montag im Unterhaus sprechen wird, hat bereits klargemacht, dass die Reformen die „umfassendste Änderung des Asylsystems seit Jahrzehnten“ darstellen sollen. Ein zentraler Punkt ist die Abschaffung der gesetzlichen Pflicht zur Unterstützung von Asylbewerbern, die 2005 unter EU-Recht eingeführt wurde. Künftig wird die Unterstützung bestimmten Asylbewerbern, wie Wohnraum und finanzielle Beihilfen, im Ermessen der Behörden liegen. Das bedeutet ein radikaler Wandel in der bisherigen Praxis, die vielen als humanitäre Pflicht galt Nordkurier.

Die Details der Reform

Ein weiterer Schlüsselaspekt der Reform betrifft die Arbeitsmöglichkeiten von Asylbewerbern. Wer in Großbritannien arbeiten könnte, dies aber nicht tut, verliert seinen Anspruch auf Unterkunft und finanzielle Unterstützung. Gleichzeitig wird der Flüchtlingsstatus von bislang fünf Jahren auf 30 Monate verkürzt, und die Rückkehr in die Herkunftsländer wird geprüft, sobald diese als sicher gelten. Illegale Einwanderer sollen erst nach 20 Jahren ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht erhalten – und das auch nur unter strengen Auflagen, wie dem Fehlen von Vorstrafen Tagesschau.

Die britische Flüchtlingshilfe hat bereits schwere Vorwürfe gegen die Politik erhoben. Mehr als 100 Organisationen fordern ein Ende der sogenannten „Sündenbockpolitik“, die viele für die gestiegenen Asylanträge verantwortlich machen. Der britische Flüchtlingsrat weist darauf hin, dass viele Menschen aufgrund familiärer Bindungen oder Sprachkenntnissen nach Großbritannien kommen. Vor diesem Hintergrund könnte die neue Asylpolitik vor Gericht anfechtbar werden. Der Druck auf die Labour-Partei wächst, sich klar zu einer menschenwürdigen Behandlung von Flüchtlingen zu positionieren.

Gesellschaftliche Reaktionen

Der politische Druck auf die Labour-Partei ist groß, da die rechtspopulistische Partei Reform UK, angeführt von Nigel Farage, in den Umfragen derzeit an der Spitze steht. Starmer reagiert auf diese Herausforderung, indem er teilweise die Rhetorik der Rechten übernimmt und ankündigt, das „Experiment der offenen Grenzen“ beenden zu wollen. Dies könnte eine taktische Entscheidung sein, um Wählerstimmen zu gewinnen, doch bleibt abzuwarten, wie die Wähler auf diese Kehrtwende reagieren werden Nordkurier.

Inmitten dieser politischen Turbulenzen bleibt die Frage offen: Wie werden sich diese Reformen auf das Leben derjenigen auswirken, die größtes gefährliches Risiko auf sich nehmen, um in Großbritannien Sicherheit zu suchen? Die nächsten Monate werden zeigen, ob die weitreichenden Veränderungen den versprochenen Effekt – eine Verringerung der Flüchtlingszahlen – tatsächlich bringen werden Tagesschau.