Schwimm-Ikone Ute Hascher-Brückner fördert Talente in Wolgast

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Ute Hascher-Brückner, 66, trainiert in Wolgast junge Schwimmtalente und fördert die lokale Sportgemeinschaft nachhaltig.

Ute Hascher-Brückner, 66, trainiert in Wolgast junge Schwimmtalente und fördert die lokale Sportgemeinschaft nachhaltig.
Ute Hascher-Brückner, 66, trainiert in Wolgast junge Schwimmtalente und fördert die lokale Sportgemeinschaft nachhaltig.

Schwimm-Ikone Ute Hascher-Brückner fördert Talente in Wolgast

In Zinnowitz, wo die Wellen sanft ans Ufer plätschern, feiert die lokale Schwimmlegende Ute Hascher-Brückner, Jahrgang 1959, ein kleines Jubiläum. Vor 50 Jahren, am 26. Juli 1975, schrieb sie mit ihrem Team bei der 2. Schwimm-Weltmeisterschaft in Cali, Kolumbien, Geschichte. Als jüngste Schwimmerin im Quartett der DDR-Staffel – zu der auch Kornelia Ender, Barbara Krause und Claudia Hempel gehörten – sicherte sie sich mit einer unglaublichen Zeit von 3:49,37 Minuten den Weltrekord in der 4×100-Meter-Freistilstaffel. Damit unterboten die vier Talente die magische Grenze von 3:50 Minuten, was zu dieser Zeit als sportliches Wunder galt. Beachten sollte man zudem, dass Ute als Schlussschwimmerin die starke Konkurrenz, allen voran die amerikanische Schwimmerin Shirley Babashoff, auf Distanz hielt und damit goldene Momente für die DDR schuf. Ihre Goldmedaille war bereits am letzten Tag der WM verteilt, mit einem kleinen Makel: Diese war ohne Gravur, da der Rückflug schon am nächsten Tag anstand.

In den letzten 28 Jahren hat Ute nicht nur ihren eigenen Erfolg genutzt, um junge Talente im Wolgaster Schwimmverein zu trainieren, sondern sie hat auch dafür gesorgt, dass der Schwimmsport in ihrer Heimatregion nicht in Vergessenheit gerät. Ihre Passion gilt nicht nur dem Wasser; sie organisiert Trainingslager und sucht aktiv Sponsoren für aufstrebende Schwimmer. Im Gespräch mit unserer Redaktion erklärte sie, dass es ihr ein besonderes Anliegen ist, Kindern die Möglichkeit zu geben, an der Ostsee schwimmen zu lernen. Dabei unterstützt sie nicht nur ihre Schützlinge, sondern auch ihre dreijährige Enkeltochter, die bereits ihre ersten Schwimmversuche wagt.

Der Weg zur Schwimmlegende

Ute Brückner, die einst für den SC DHfK Leipzig trainierte, zählt eine beeindruckende Reihe an Erfolgen auf: Ab 1971 trat sie bei Wettkämpfen an und dominierte von 1974 bis 1975 die Lagenstaffel. Auch der Wettkampfgeist blühte auf den Spartakiaden: Den Titel einer Spartakiadesiegerin konnte sie 1973 erringen. Ihre sportlichen Höhepunkte erlebte sie bis zu ihrem Karriereende 1977, als sie letztmals bei den DDR-Meisterschaften in Leipzig an den Start ging. Neben ihrer goldenen Auszeichnung als Weltmeisterin durfte sie auch zahlreiche nationale Titel ihr Eigen nennen, darunter DDR-Meisterschaften und Vize-Meistertitel in verschiedenen Disziplinen, wie beispielsweise im Schmetterling.

Im Privatleben wurde Ute 1982 mit Gerd Hascher, einem ehemaligen Schwimmtrainer, verheiratet und hat seitdem einen Sohn, der ihre sportliche Leidenschaft weiterträgt. Ihre Faszination für Sport macht sie nicht nur als Schwimmerin aus; auch beim Laufen und Radfahren kann sie überzeugen. Die herzliche Zinnowitzerin hat nicht nur das Wasser, sondern auch das Leben in ihrer Gemeinde fest im Griff.

Engagement für die Gemeinschaft

Ute Hascher-Brückner ist eine wahre Vorreiterin, wenn es darum geht, den Schwimmsport voranzubringen und gleichzeitig soziale Verantwortung zu übernehmen. Seit über einem Vierteljahrhundert engagiert sie sich im Lions Club Greifswald Baltic und widmet sich aktiv Charity-Events, die speziell für Kinder, Jugendliche und Umweltschutz ins Leben gerufen werden. Kürzlich erhielt sie sogar eine Einladung zu den Weltmeisterschaften in Singapur – ein Zeichen ihres ungebrochenen Engagements für den Schwimmsport, das in Zinnowitz und darüber hinaus hoch im Kurs steht.

Ute Hascher-Brückner bleibt also nicht nur im Becken aktiv, sondern ist auch eine tragende Säule ihrer Gemeinde, die nie vergisst, woher sie kommt. Wie man sieht, das Herz eines Champions schlägt hier in Zinnowitz und inspiriert Generationen künftiger Schwimmer. Weitere Informationen finden Sie bei Ostsee-Zeitung und auf Wikipedia.