Atommüll in der Asse: Video zeigt gefährdete Fässer in Kammer 8a!
Am 4. Dezember 2025 zeigen Videoaufnahmen aus der Asse den Zustand radioaktiver Abfälle in Kammer 8a und die bevorstehende Rückholung.

Atommüll in der Asse: Video zeigt gefährdete Fässer in Kammer 8a!
In der Schachtanlage Asse II, die tief im Herzen des Landkreises Wolfenbüttel liegt, gibt es brandaktuelle Neuigkeiten: Videoaufnahmen haben nun den Zustand der Atommüll-Fässer in Kammer 8a dokumentiert. Diese Aufnahmen, die mit einer Spezialkamera durch ein Bohrloch in einer Tiefe von 511 Metern erstellt wurden, zeigen gelb lackierte Fässer, die zum Teil auf einem Haufen liegen und deutliche Beschädigungen aufweisen. Das Wasser, das seit Jahren in das Salzbergwerk eindringt, hat die Lagerung der Abfälle gefährdet, jedoch scheint die Gefahr vorerst gebannt zu sein, so die Einschätzung der zuständigen Behörden. NDR berichtet, dass von den insgesamt 1.301 lagenden Fässern in Kammer 8a 1.293 mittelradioaktive und 8 schwachradioaktive Abfälle enthalten, die seit 1972 bis 1977 abgelegt wurden.
Eine frohe Botschaft kam von der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), die mitteilte, dass die Fässer überwiegend in gutem Zustand seien. Weder seien sie aufgerissen noch hätten sich Abfälle ins Freie verirrt. Trotz der verformten Fässer, welche durch heruntergefallene Teile der Kammer-Konstruktion entstanden sind, zeigt die Situation, dass eine Rückholung der Abfälle nun ernsthaft in Betracht gezogen werden kann.
Rückholung der Abfälle: Ein langer Weg
Die Rückholung dieser radioaktiven Fässer ist ein komplexes Vorhaben, das mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert ist. Laut BGE soll die Rückholung frühestens 2033 beginnen, wobei bis Ende 2027 mögliche Standorte für die neue Lagerstätte gefunden werden müssen. Der gesetzliche Auftrag zur Rückholung hat sowohl die Sicherheit des Betriebspersonals als auch der Bevölkerung als höchste Priorität, und die Gesamtkosten werden auf rund 4,7 Milliarden Euro geschätzt, die auch Aufwände für Offenhaltung und Notfallplanung umfassen. Weitere Informationen können im Rückholplan nachgelesen werden, der als vollständiges Dokument zum Download bereitsteht BGE.
Politiker aller Parteien zeigen sich einstimmig in der Unterstützung der Rückholung des Atommülls. Dennoch übt ein Beamter Kritik und betont, dass die Rückholung nahezu unmöglich erscheine. Wie die Situation im Detail weitergeht und welche Fortschritte auf dem Weg zur Sicherheit gemacht werden, bleibt abzuwarten.
Insgesamt sind in der Asse rund 126.000 Fässer mit radioaktiven Abfällen in 13 Kammern gelagert. Die ersten Schritte zur Lösung dieses umstrittenen Themas sind gesetzt, doch die Herausforderung bleibt gigantisch.
Diese Entwicklungen in der Asse zeigen einmal mehr, wie wichtig verantwortungsvolle Entscheidungen im Umgang mit Kosten und Sicherheit sind. Die kommenden Jahre werden entscheidend dafür sein, wie dieses heikle Erbe gehandhabt wird.