Dörfer im Aufstand: Herberhausen und Roringen wehren sich gegen Wahlkreiswechsel!

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Zwei Göttinger Dörfer wehren sich gegen die Wahlkreisreform. Ortsbürgermeister fordern Verbleib im Wahlkreis Göttingen.

Zwei Göttinger Dörfer wehren sich gegen die Wahlkreisreform. Ortsbürgermeister fordern Verbleib im Wahlkreis Göttingen.
Zwei Göttinger Dörfer wehren sich gegen die Wahlkreisreform. Ortsbürgermeister fordern Verbleib im Wahlkreis Göttingen.

Dörfer im Aufstand: Herberhausen und Roringen wehren sich gegen Wahlkreiswechsel!

In Göttingen sorgen die geplanten Änderungen der Wahlkreise für gehörigen Aufruhr. Die Ortsbürgermeisterin von Roringen, Marion Stadlhuber, und ihr Kollege aus Herberhausen, Volker Grothey, haben offen ihr Entsetzen über den angestrebten Wechsel zum Wahlkreis Duderstadt geäußert. Dieser Schritt wird als notwendig erachtet, um ein Demokratiedefizit in Niedersachsen zu beheben, doch gerade die östlichsten Dörfer der Stadt möchten nicht Teil dieses Plans werden. Ihre Bedenken sind groß: Der Herberhäuser Ortsrat hat bereits einen Appell an die Stadtverwaltung geschickt, um ihren Verbleib im Wahlkreis Göttingen zu fordern. “Wir fühlen uns hier einfach nicht gut aufgehoben”, so Grothey berichtete das Göttinger Tageblatt.

Der Hintergrund ist dabei nicht unerheblich. Der Wahlkreis Göttingen hat eine abnormale Größe von 10,96 % über dem Durchschnitt, während Duderstadt um 18,37 % unter dem Schnitt liegt. Damit die Wahlkreisreform rechtlich vertretbar bleibt, ist eine Abweichung von maximal 15 % gesetzlich festgelegt. Doch viele Bürger in Herberhausen und Roringen sind sich einig: Der Wechsel würde sie zu „Wählern zweiter Klasse“ machen und ihre Stimme im Landtag nicht angemessen vertreten. “Da liegt was an”, meint auch die Landtagsabgeordnete Karola Margraf, die den Vorschlag der Landesregierung kritisiert bestätigte die Stadt Göttingen.

Ortsratssitzungen als Plattform für Dialog

In der zweiten Novemberwoche 2025 finden mehrere Ortsratssitzungen statt, wo der Wahlkreiswechsel ebenfalls auf der Tagesordnung steht. Am Dienstag, 11. November, tagt etwa der Ortsrat Herberhausen im Bürgerhaus und wird dabei auch die Stellungnahme zur Wahlkreisreform besprechen. Das Treffen startet um 20:00 Uhr, und jedermann hat die Möglichkeit, Fragen zu stellen und seine Meinung einzubringen.

Neben dem zentralen Punkt der Wahlkreisreform stehen auch weitere Themen wie die Zuschüsse an Vereine und Institutionen oder der Glasfaserausbau auf der Agenda informierte die Stadt Göttingen.

Zudem sind die Ortsräte Elliehausen/Esebeck und Weende/Deppoldshausen sowie Groß Ellershausen/Hetjershausen/Knutbühren aktiv und haben wichtige Themen wie den Nahverkehrsplan und die Verkehrsberuhigung im Rahmen ihrer Sitzungen zu besprechen. Im repräsentativen Rahmen dieser Treffen wird deutlich, wie wichtig die Meinungen der Bürger in den unterschiedlichen Ortsteilen sind, auch wenn es um solch ein kontroverses Thema wie die Wahlkreisreform geht.